Das Internet des Lichts

Mehrere Faktoren sprechen für eine lichtbasierte Infrastruktur: Der erste ist die Omnipräsenz von Licht. Überall, wo Menschen sind, ist auch künstliches Licht – sowohl in den Gebäuden als auch auf den Straßen.

 

(Bild: Tridonic GmbH & Co. KG)

(Bild: Tridonic GmbH & Co. KG)

Es gibt Milliarden von Lichtquellen, die ein feingranulares und verbundenes Netzwerk bilden. Mit dem Schritt zur Vernetzung auf IP-Basis wird dieses Netzwerk auch für das Internet der Dinge nutzbar. Zum zweiten haben Lichtquellen bereits eine eigene Energieversorgung. Diese können sie mit den Geräten des Internets der Dinge leicht teilen. Dadurch ist es einfach, weitere digitale Elemente und Sensoren zu integrieren – nicht nur Präsenzmelder, sondern auch Thermostate oder Beacons für die Indoor-Navigation.

Überall vorhanden und einfach zu erweitern

Die überall bereits vorhandene Infrastruktur des Lichts und ihre einfache Erweiterbarkeit sind also die ideale Basis für das Internet der Dinge. Die Licht-Infrastruktur ist dabei gleichzeitig Rückgrat und Motor für eine einfache, flächendeckende und effiziente digitale Vernetzung. In der Fertigung ist der Wechsel zu LED-Leuchten allerdings noch nicht abgeschlossen -vielfach sind heutzutage nach wie vor Leuchtstofflampen oder Hochdruck-Entladungslampen im Einsatz. Dabei bietet ein Umstieg auf LED neben Energieeinsparungen im laufenden Betrieb zahlreiche weitere Vorteile. Vor allem dann, wenn Unternehmen direkt auf Wireless-Technologie setzen. Dies bedeutet wenig Mehraufwand bei der Installation und öffnet zugleich Türen, die zur Produktivitätssteigerung und Kostensenkung beitragen können. Zwei Anwendungsfälle sollen dies verdeutlichen:

Anwendungsfall Predictive Maintenance

Gerade in der Fertigung bedeutet der Wechsel von Leuchtmitteln hohe Kosten und einen großen Aufwand sowie im schlimmsten Fall auch eine Unterbrechung der Fertigungsabläufe. Denn mit Deckenhöhen von acht Metern oder mehr ist der Austausch meist mit einem Einsatz von Personenliften verbunden. Mithilfe von Remote Monitoring, einer Fernüberwachung, kann über eine lichtbasierte Infrastruktur eine vorbeugende und proaktive Instandhaltung durchgeführt werden – Stichwort Predictive Maintenance. Moderne IP-vernetzte Lichtsysteme übertragen dabei sämtliche Betriebsparameter und Betriebsbedingungen an eine zentrale Datenbank bzw. in die Cloud.

Auf diese Weise können nicht nur direkt auf einem Dashboard Fehler automatisch gemeldet werden, sondern mit Datenalgorithmen frühzeitig zukünftige Ausfälle – etwa aufgrund von regelmäßigen Spannungsspitzen oder erhöhter Umgebungstemperatur – prognostiziert und im Rahmen von planmäßigen Wartungsintervallen behoben werden, ehe es zum Ausfall kommt. Mit diesem Ansatz haben Produktionsbetriebe die Chance, anstehende Arbeiten vorausschauend zu konsolidieren und zum Beispiel zu Terminen außerhalb der Arbeitszeiten durchzuführen. So stören sie nicht den laufenden Betrieb und verursachen dadurch keine zusätzlichen Kosten.

Das Internet des Lichts
(Bild: Tridonic GmbH & Co. KG)


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