Bitkom-Studie

Hohe Erwartungen an die Blockchain

Die Blockhain soll Unternehmen u.a. neue Geschäftsmodelle ermöglichen. Laut einer Bitkom-Befragung kommt die Technologie bisher aber nur selten zum Einsatz.

(Bild: Bitkom e.V.)

7 Prozent der Unternehmen in Deutschland nutzen laut einer Bitkom-Befragung die Blockchain-Technologie bzw. planen den Einsatz oder diskutieren zumindest darüber. Wie aus der Studie hervorgeht, sind die Erwartungen dabei groß. So geben 94 Prozent dieser Unternehmen an, dass sie mit Hilfe der Blockchain neue Produkte oder Dienstleistungen anbieten können. Vor drei Jahren lag der Anteil erst bei 82 Prozent. 99 Prozent sagen, dass sie mit Hilfe der Blockchain bestehende Produkte oder Dienstleistungen anpassen wollen (2018: 98 Prozent). Drei Viertel (77 Prozent) gehen laut Studie davon aus, dass die Blockchain es ihnen ermöglichen wird, neue Geschäftsmodelle zu entwickeln (2018: 66 Prozent). Befragt wurden 652 Unternehmen ab 50 Beschäftigten in Deutschland.

Wichtige Zukunftstechnologie

Insgesamt hält die Mehrheit der Befragten Blockchain für eine wichtige Zukunftstechnologie. 6 von 10 Unternehmen ab 50 Beschäftigten (59 Prozent) stimmen der Aussage zu, die Blockchain-Technologie wird stark unterschätzt, sie ist eine der wichtigsten Zukunftstechnologien. Unter Großunternehmen ab 2.000 Beschäftigten sind es sogar 82 Prozent.

Laut Studie beschäftigen sich vor allem Großunternehmen mit der Blockchain. Zwei Drittel (64 Prozent) der Unternehmen mit 2.000 oder mehr Beschäftigen tun dies nach eigenen Angaben sehr intensiv, bei denen mit 500 bis 1.999 Beschäftigten sind es 29 Prozent. Im Mittelstand mit 100 bis 499 Beschäftigten liegt der Anteil bei 15 Prozent und bei 9 Prozent in den Unternehmen mit 50 bis 99 Beschäftigten.

Einsatzfelder der Blockchain

74 Prozent der Unternehmen, die Blockchain nutzen bzw, nutzen wollen, tauschen sich dazu mit anderen aus oder kooperieren. Dabei fallen die Anwendungsgebiete für die Technologie laut Befragung in die Bereiche Finanzen, Buchhaltung oder Controlling (73 Prozent). Dahinter folgen Logistik, Lager und Versand (35 Prozent), Einkauf (34 Prozent) und Produktion (34 Prozent).

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