7 Mythen über Instandhaltungssoftware

Digitalisierung mit Vorbehalten

Der Einsatz einer Instandhaltungssoftware soll für Unternehmen Vorteile bringen. Unternehmen scheuen sich jedoch oftmals vor der Einführung – auch Aufgrund diverser Vorurteile die mit einem solchen Projekt verbunden sind. MobileX hat sieben dieser Vorurteile identifiziert und erklärt was dahinter steckt.
MobileX hat sieben Mythen über Instandhaltungssoftware identifiziert. Die Instandhaltung in der Produktion steht unter großem Kostendruck und sieht sich ständig mit neuen Herausforderungen wie immer mehr Auflagen und Nachweispflichten, Personalmangel sowie dem Wissensmanagement von Mitarbeitern konfrontiert. Durch die Digitalisierung der Einsatzplanung und Auftragsabwicklung könnten Unternehmen viele der Herausforderungen meistern, doch gibt es immer noch Vorurteile und Einwände, bestehende Prozesse in der Instandhaltung zu digitalisieren und zu optimieren.

1. Kosten: Die Kosten einer Instandhaltungssoftware richten sich nach den Anforderungen des Unternehmens. Diese umfassen die Anzahl der Niederlassungen, der Mitarbeiter in der Instandhaltung sowie der Maschinen und Anlagen. Die bestehende IT-Infrastruktur und Anwendungen spielen eine wichtige Rolle ebenso wie die Ist- und Soll-Prozesse und die Ziele des Digitalisierungsprojekts. Nach der Einführung der Instandhaltungssoftware haben sich die Kosten in den allermeisten Projekten bereits nach einem Jahr amortisiert. Hinzu kommen nachhaltige Kosteneinsparungen in der Instandhaltung durch die Digitalisierung, die durch eine höhere Produktivität der Instandhalter, eine höhere Anlagenverfügbarkeit sowie bessere Datenqualität erzielt werden.

2. Aufwand: Um die Abläufe in der Instandhaltung zu digitalisieren, werden zunächst die bestehenden Prozesse abgebildet, Ziele definiert und ein Projektplan erstellt. Der Aufwand ist dabei überschaubar und einmalig und wird durch den Nutzen des Projekts relativiert. Zudem können oft ineffiziente Strukturen zum Vorschein kommen. Ein Digitalisierungsprojekt bietet somit auch die Möglichkeit, veraltete Prozesse zu optimieren.

3. Das lerne ich nicht mehr: Bei der Einführung einer Instandhaltungssoftware gibt es Anwender, die dieser skeptisch gegenüber stehen, weil sie beispielsweise deren Komplexität und den Lernaufwand fürchten. Um diese Bedenken auszuräumen, empiehlt MobileX diese Skeptiker gleich zu Beginn des Projekts mit einzubeziehen und ihre Anforderungen und Wünsche berücksichtigen. Schulungen mit allen Anwendern beim Rollout der Software können zudem dazu beitragen, dass sich die Beschäftigten schnell mit der neuen Lösung vertraut machen können.

4. Mitarbeiter werden Ersetzt: Ein weiteres Vorurteil ist, dass die Mitarbeiter fürchten dadurch ersetzt zu werden. Der Einsatz einer Lösung für die Einsatzplanung und mobile Auftragsabwicklung in der Instandhaltung soll in der Tat die Produktivität der Mitarbeiter verbessern, diese aber keineswegs ersetzen. Die Lösung erleichtert die Kommunikation und Dokumentation von Aufträgen und soll Prozesse beschleunigen, sodass die Instandhalter sich auf ihre eigentlichen Aufgaben konzentrieren können. Beispielsweise kann die Software dazu beitragen, dass weniger Überstunden anfallen.

5. Papierersatz: Auf den ersten Blick ersetzt eine Instandhaltungssoftware eine Auftragsplanung und -Abwicklung mit Excel und Papier. Darüber hinaus verbessert die Software für den Instandhaltungsplaner die Transparenz über die Aufträge und Einsätze. Er kann in Echtzeit sehen, welche Aufträge erledigt sind und welche Maschinen noch in Arbeit sind. Ausfälle und Störungen können per Push-Nachricht an die Instandhalter kommuniziert werden. Die digitale Erfassung von Berichten und Maschinendaten sorgt für eine verbesserte Datenqualität.

6. Unternehmensgröße: Ein weiterer Irrglaube ist laut MobileX, dass sich eine Instandhaltungssoftware nur für Großunternehmen rechnet. Bereits ab 20 Instandhaltern kann der Einsatz einer Software für die Einsatzplanung und mobile Auftragsabwicklung Einsparpotenziale für Unternehmen bieten. Für kleinere Betriebe kann sich beispielsweise eine Cloud-Lösung eignen. Diese sind skalierbar, haben kalkulierbare Kosten und können schneller implementiert werden.

7. Bisher ging es auch ohne: Vorbehalte vor Neuerungen, neuen Technologien und Prozessen gibt es in vielen Unternehmen. Die Digitalisierung von Instandhaltungsprozessen ist jedoch ein wesentlicher Bestandteil der Industrie 4.0. Nur Unternehmen, deren industrielle Produktion und somit auch die Instandhaltung digitalisiert sind, können langfristig im internationalen Wettbewerb bestehen.

mst/mobileX AG

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