Lernen mit Marla

Mit dem Boot zum Windpark

Im VR-Game schlüpfen die Auszubildenden in die Rolle einer Fachkraft für Windenergie, die einen Fehler in einer Offshore-Anlage auf dem Meer beheben soll. Bevor sie mit dem Boot in den Windpark übersetzen, wird ihnen zu Beginn die Mission und die grundlegende Funktionsweise der Anlage erläutert. Auf der Offshore-Anlage durchlaufen sie dann die einzelnen Schritte der Fehlerdiagnose. Im Maschinenraum oben in der Gondel überprüfen sie mögliche Fehlerursachen und beheben den Fehler. Sollte es dabei zu Schwierigkeiten kommen, hilft eine virtuelle Kollegin. “Die virtuelle Kollegin Alex fungiert dabei als pädagogische Agentin, die den Spielenden mit Rat und Tat zur Seite steht und sie bei der systematischen Fehlerdiagnose unterstützt. Dabei übernimmt sie anfangs die Rolle eines Modells, das relevante Schritte und Tätigkeiten erklärt. Im weiteren Spielverlauf übernehmen die Auszubildenden dann zunehmend selbst die Initiative”, sagt Lernpsychologe Dr. Felix Kapp vom Fachgebiet Mensch-Maschine-Systeme der TU Berlin, der die Evaluation im Vorhaben verantwortet hat. Die Auszubildenden seien dabei nicht nur während des Spielens motiviert bei der Sache. Die Erfahrung in der VR eigne sich auch, um daran im fortführenden Unterricht anzuknüpfen.

Das Konzept funktioniert

Die Entwicklung und das Design der Anwendung lag in der Hand des Kölner Game Studios ‘the Good Evil’ als Projektpartner. Die ersten Evaluationsergebnisse zeigen, dass Auszubildende mit Marla sowohl etwas über Windenergieanlagen und die systematische Fehlerdiagnose lernen als auch, dass sich durch den virtuellen Besuch eines Windrads das Interesse am Thema Windenergie steigert. Im Rahmen von Workshops waren rund 200 Auszubildende und Studierende aktiv an der Entwicklung des Spiels beteiligt und haben die Anwendung erprobt. Das Spiel ist in ein didaktisches Gesamtkonzept eingebettet. So können Lehrkräfte im Anschluss an das Spiel die Lerninhalte zur Fehlerdiagnose mithilfe konkreter Aufgabenstellungen im Unterricht aufgreifen und vertiefen. Auf der Webseite des Spiels gibt es eine Handreichung mit didaktischen Empfehlungen und Unterrichtsvorschlägen sowie weitere Unterlagen.

 

Das könnte Sie auch interessieren

Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) sind laut einer Untersuchung von Sage ein Motor für die wirtschaftliche Erholung wie etwa nach der Finanzkrise 2009. Der Softwareanbieter prognostiziert in einem Report, dass die Zahl neuer KMU in acht Ländern zwischen 2022 und 2025 um jährlich 1,7 Prozent steigen wird. Allein in Deutschland könnten zwischen 2022 und 2025 273.000 neue KMU entstehen.‣ weiterlesen

Quantencomputer versprechen enorme Rechenleistung und bieten großes Potenzial für Gesellschaft und Wirtschaft. Sie könnten etwa dazu eingesetzt werden, neue medikamentöse Wirkstoffe zu finden. Doch wie ist der aktuelle Stand der Technologie? Dr. Marco Roth vom Fraunhofer IPA gibt einen Überblick.‣ weiterlesen

Die Zahl der Studienanfängerinnen und Studienanfänger in den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik ist deutlich gesunken. Laut dem Statistischen Bundesamt (Destatis) wählten im Studienjahr 2021 rund 307.000 Studierende im ersten Fachsemester ein MINT-Fach. Das waren 6,5 Prozent weniger als im Vorjahr.‣ weiterlesen

Capgemini hat die TechnoVision 2023 mit dem Titel 'Right the Technology, Write the Future' veröffentlicht. Der Report hebt Technologietrends hervor, die Führungskräften bei der technologiebasierten Transformation ihres Unternehmens helfen sollen.‣ weiterlesen

Im aktuellen Global CEO Survey von des Beratungsunternehmens PwC geben mehr als 80 Prozent der befragten deutschen CEOs an, dass sie mit einem Rückgang des Weltwirtschaftswachstums rechnen. Inflation, makroökonomische Volatilität und geopolitische Konflikte werden von den Befragten als die größten Gefahren für das Geschäft genannt.‣ weiterlesen

Unternehmen suchen zunehmend nach Konnektivität für eine Vielzahl von Anlagen. Eine größere Vielfalt an Konnektivitätstypen, mehr Sensorfunktionen und Formfaktoren sowie eine größere Softwareintelligenz ermöglichen es dem Markt für Condition-Based Monitoring (CBM), neue Anwendungsfälle zu erschließen und einen größeren Wert für Anwender zu generieren. Einem neuen Bericht des Technologieunternehmens ABI Research zufolge sollen die zustandsorientierten Überwachungssensoren bis 2026 277 Millionen Anschlüsse erreichen.‣ weiterlesen