Plattform Industrie 4.0

Leitbild 2030 in die Praxis überführen

Mit dem Leitbild 2030 hat die Plattform Industrie 4.0 klare Ziele definiert. Die Arbeitsgruppen der Plattform haben sich dazu in Berlin getroffen, um um die Vision in konkrete Arbeitsschritte zu übersetzen. Eine zentrale Rolle bei der Umsetzung spielen der interdisziplinäre Austausch und die Implementierung von Plattformkonzepten.

Bild: Plattform Industrie 4.0

Die Plattform Industrie 4.0 hat das Leitbild 2030 für Industrie 4.0 entwickelt. Darin werden verschiedene Facetten digitaler Ökosysteme zu einem ganzheitlichen Gestaltungsansatz zusammengeführt: Die Handlungsstränge Souveränität, Interoperabilität und Nachhaltigkeit sind nach Ansicht der Plattformakteure zentral, um digitale Ökosysteme zu schaffen, die Pluralität und fairen Wettbewerb sichern.

Der nächste Schritt zum digitalen Ökosystem

Die sechs Arbeitsgruppen der Plattform Industrie 4.0 haben sich in Berlin getroffen, um ihre Arbeit am Leitbild 2030 auszurichten. Mehr als 130 Experten aus Unternehmen, Verbänden, Gewerkschaften, Wissenschaft und Politik besprachen im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie die nächsten Schritte auf dem Weg zu digitalen Ökosystemen.

Handlungsstränge vereinen

Sollen die drei Handlungsstränge zu einem Ganzen vereint werden, muss sich die Verschmelzung auch in den Strukturen der Plattform widerspiegeln. Die Klausur war deshalb themenübergreifend angelegt. Zudem entstand die Projektgruppe ‘Condition Monitoring’, die sich aus Mitgliedern aller Arbeitsgruppen zusammensetzt. Die Projektgruppe soll die bestehenden Teilansätze in einem ganzheitlichen, integrativen Use Cases zusammenführen. Dieser soll exemplarisch das Leitbild illustrieren, es so verständlicher machen und die interdisziplinäre Zusammenarbeit erleichtern, heißt es in der entsprechenden Pressemitteilung. In unterschiedlichen Themenfeldern hat die Plattform Industrie 4.0 bereits das konzeptionelle Fundament gelegt. Diese Konzepte gilt es nun in die Unternehmenspraxis zu überführen: In den Feldern digitale Infrastruktur, Sicherheit, Recht, Standards und Künstliche Intelligenz sind Implementierungsprojekte geplant oder bereits gestartet. In anderen Feldern, wie Klimaschutz und gesellschaftlicher Teilhabe, sucht die Plattform den Austausch mit externen Akteuren. Die Plattform sondiert, welchen Beitrag sie dabei gemeinsam mit anderen leisten kann und wird dann entsprechende Aktivitäten starten.

Das könnte Sie auch interessieren

Zunehmende Komplexität globaler Märkte und beschleunigte Prozesse befeuern den Druck, immer schneller zu agieren. Damit steigt die Fehlergefahr - erst recht in Digitalisierungsprojekten. Eine Fehler- und Lernkultur wird damit zum kritischen Erfolgsfaktor für die Einführung agiler Unternehmensstrukturen.‣ weiterlesen

Anzeige

Mit der neuen interaktiven Innovations-Plattform im Förderprogramm Innovationskompetenz (Inno-Kom) will das BMWi Mittelständler und Industrieforschungseinrichtungen zusammenführen. ‣ weiterlesen

Exklusiv für Abonnenten

Der Mittelstand öffnet sich immer mehr den Themen Industrie 4.0 und Digitalisierung: Das geht aus einer Umfrage des Finanzdienstleisters Creditshelf unter rund 250 Finanzentscheidern aus mittelständischen Industrieunternehmen hervor. So haben in 2019 bereits 86 Prozent der befragten Unternehmen Echtzeit-Daten erfasst, um diese im Sinne einer Industrie 4.0 zu nutzen. Gegenüber 2017 ist das ein Anstieg um 9 Prozent.‣ weiterlesen

Exklusiv für Abonnenten

Eine Studie von Oracle und Future Workplace zeigt auf, wie stark auf KI basierende Geschäftsanwendungen das Verhältnis zwischen Mensch und Technik am Arbeitsplatz verändern. Zudem würde ein Teil der Befragten der KI in einigen Bereichen eher das Vertrauen aussprechen als dem Vorgesetzten.‣ weiterlesen

Mehr als 50 Prozent der im Rahmen einer PWC-Studie Befragten Arbeitnehmer fürchtet eine Veränderung oder Gefährdung ihres Arbeitsplatzes durch Automatisierung innerhalb der nächsten zehn Jahre. Die Mehrheit der Befragten ist jedoch auch davon überzeugt, dass neue Technologien ihre Arbeit verbessern werden.‣ weiterlesen

Anzeige

Der neue Mobilfunkstandard 5G eröffnet neue Perspektiven für industrielle Anwendungen. Durch hohe Datenraten, geringe Latenzzeiten sowie eine zuverlässige Konnektivität können Produktionsanlagen noch flexibler, autonomer und effizienter gestaltet werden. Umso wichtiger ist es deshalb, wichtige Entwicklungsschritte konsequent zu gehen und die Chancen, die Industrial 5G für Unternehmen bietet, bereits heute zu nutzen.‣ weiterlesen