Gartner-Prognose

Zehn Technologietrends für 2023

Welche Technologien könnten im nächsten Jahr wichtig werden? Das Researchunternehmen Gartner hat dazu eine Trend-Prognose geliefert.

Bild: ©ipopba/stock.adobe.com

Bild: ©ipopba/stock.adobe.com

Das Research- und Beratungsunternehmen Gartner wirft einen Blick in die Zukunft und hat eine Liste mit Technologietrends zusammengestellt, die für Unternehmen im kommenden Jahr strategisch interessant werden könnten.

Nachhaltigkeit zieht sich dabei laut Gartner durch alle Technologietrends für das nächste Jahr. Um ESG-Anforderungen und Nachhaltigkeitsziele zu erreichen, benötigen Unternehmen einen Rahmen für nachhaltige Technologien, der die Energie- und Materialeffizienz von IT-Dienstleistungen erhöht, die Nachhaltigkeit durch Technologien wie Rückverfolgbarkeit, Analytik, erneuerbare Energien und KI ermöglicht und IT-Lösungen einsetzt, um auch Kunden beim Erreichen ihrer Nachhaltigkeitsziele zu unterstützen.

Metaverse: Gartner definiert das Metaverse als einen virtuellen 3D-Raum, der durch die Konvergenz der erweiterten physischen und digitalen Realität entsteht. Das Beratungsunternehmen prognostiziert, dass bis 2027 über 40 Prozent der großen Unternehmen weltweit eine Kombination aus Web3, AR-Cloud und digitalen Zwillingen in Metaverse-basierten Projekten zur Umsatzsteigerung einsetzen werden.

Super-Apps: Super-Apps vereinen laut Gartner-Definition Funktionen einer App, einer Plattform und eines Ökosystems in einer Anwendung. Demnach können darüber auch Drittanbieter eigene sogenannte Mini-Apps entwickeln und anbieten. Gartner schätzt, dass bis 2027 mehr als 50 Prozent der Weltbevölkerung täglich aktive Nutzer mehrerer Super-Apps sein könnten.

Adaptive KI: Adaptive KI-Systeme trainieren ihre Modelle kontinuierlich neu und lernen auf Grundlage neuer Daten. Laut Gartner eignen sie sich für Szenarien, in denen Veränderungen eine schnelle Reaktion erfordern.

Digitales Immunsystem: Digitale Immunität kombiniert datengesteuerte Einblicke in den Betrieb, automatisierte und extreme Tests, automatisierte Störungsbehebung, Software-Engineering innerhalb des IT-Betriebs und Sicherheit in der Anwendungslieferkette, um die Widerstandsfähigkeit und Stabilität von Systemen zu erhöhen. Gartner prognostiziert, dass Unternehmen, die in den Aufbau digitaler Immunität investieren, bis 2025 die Ausfallzeiten ihrer Systeme um bis zu 80 Prozent reduzieren werden, was sich direkt in höheren Umsätzen niederschlage.

Angewandte Observability: Beobachtbare Daten sind Artefakte, wie etwa Protokolle, Spuren, API-Aufrufe, Verweildauer, Downloads oder Dateiübertragungen. Die Beobachtbarkeit dieser Artefakte kann die Entscheidungsfindung im Unternehmen beschleunigen.

KI Vertrauens-, Risiko- und Sicherheitsmanagement: Viele Unternehmen seien nicht gut auf den Umgang mit KI-Risiken vorbereitet, so Gartner. Unternehmen müssen neue Funktionen implementieren, um die Zuverlässigkeit, Vertrauenswürdigkeit, Sicherheit und den Datenschutz von Modellen zu gewährleisten. Das KI-Vertrauens-, Risiko- und Sicherheitsmanagement (TRiSM) erfordert, dass Teilnehmer aus verschiedenen Geschäftsbereichen zusammenarbeiten, um neue Maßnahmen umzusetzen.

Industrie-Cloud-Plattformen: Diese Plattformen kombinieren SaaS, Platform as a Service (PaaS) und Infrastructure as a Service (IaaS). Gartner prognostiziert, dass bis 2027 mehr als 50 Prozent der Unternehmen Branchen-Cloud-Plattformen nutzen werden, um ihre Geschäftsinitiativen zu beschleunigen.

Plattform-Entwicklung: Platform Engineering bezeichnet den Aufbau und Betrieb interner Self-Service-Entwicklerplattformen für die Softwarebereitstellung und das Lebenszyklusmanagement.

Gartner prognostiziert, dass 80 Prozent der Softwareentwicklungsunternehmen bis 2026 Plattformteams einrichten werden und dass 75 Prozent dieser Teams Self-Service-Portale für Entwickler umfassen werden.

Wireless Value Realisation: Gartner schätzt, dass bis 2025 60 Prozent der Unternehmen fünf oder mehr drahtlose Technologien gleichzeitig nutzen werden. Wenn Netzwerke über die reine Konnektivität hinausgehen, werden sie mit Hilfe integrierter Analysen Einblicke gewähren. Systeme mit geringem Stromverbrauch werden Energie dann direkt aus diesem Netz ziehen.

Das könnte Sie auch interessieren

Per Software will die Fachhochschule Technikum Wien ihre Studierenden fit für die digitale Zukunft machen und ihnen dadurch einen optimalen Start in ihre Karriere ermöglichen. Zum Einsatz kommt dabei u.a. die Planungs- und Simulationssoftware von Visual Components.‣ weiterlesen

Deutschland ist im Wettbewerb um die besten Ideen gut aufgestellt. Das geht aus einer Untersuchung des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) mit Partnern aus den USA, Italien und Kanada hervor. Demnach gehören Baden-Württemberg und Berlin zu den fünf innovativsten Regionen im transatlantischen Vergleich.‣ weiterlesen

Quantencomputer sind in der Lage, enorme Datenmengen in sehr kurzer Zeit zu verarbeiten - ein wesentlicher Vorteil gegenüber herkömmlichen Computern. Wie der Stand der Technologie derzeit in Deutschland ist und wo die Herausforderungen liegen, beschreibt Christian Reinwald, Head of Product Management & Marketing bei Reichelt Elektronik.‣ weiterlesen

Nach den großen Ransomware-Wellen und den weitreichenden Veränderungen in den IT-Landschaften durch die COVID19-Pandemie führen nun auch die geopolitischen Folgen des Ukraine-Kriegs dazu, dass viele Organisationen erneut Anpassungen an ihrer Cyberverteidigung vornehmen müssen. Den geplanten Maßnahmen zur Optimierung der Security-Landschaft stehen allerdings zahlreiche gewichtige Herausforderungen entgegen, denen Unternehmen dringend Aufmerksamkeit widmen müssen.‣ weiterlesen

Sind Fertigungsunternehmen von Ransomware-Angriffen betroffen, zahlen sie im Vergleich zu anderen Branchen seltener Lösegeld. Wenn sie jedoch zahlen, liegen die Beträge laut einer Untersuchung des Security-Spezialisten Sophos deutlich höher als in anderen Branchen.‣ weiterlesen

Die Mehrheit der Vorstandsmitglieder hat die Digitalisierung in die eigenen Wachstumsstrategien eingebettet. In einer Gartner-Befragung geben jedoch nur 35 Prozent der Befragten an, ihre Ziele für die digitale Transformation erreicht zu haben oder auf dem Weg dorthin zu sein.‣ weiterlesen