Industrie setzt auf neuen Mobilfunkstandard

5G als Schlüssel für die eigene Transformation

Industrieunternehmen schätzen den neuen Mobilfunkstandard 5G bzw. dessen Einführung mehrheitlich als Schlüsselfaktor für die eigene digitale Transformation ein. Dies geht aus einer Studie hervor, für die das Capgemini Research Institute 950 Führungskräfte aus Industrie und Telekommunikation befragt hat.

 (Bild: Capgemini Deutschland Holding GmbH)

(Bild: Capgemini Deutschland Holding GmbH)

Weltweit setzen Industrieunternehmen auf die 5G-Konnektivität, um ihre digitale Transformation voranzutreiben. Wie aus der Studie ‘5G in Industrial Operations: How Telcos and Industrial Companies Stand to Benefit’ des Capgemini Research Institute hervorgeht, planen sie, die Technologie innerhalb von zwei Jahren nach der Markteinführung zu implementieren. Für die Studie wurden mehr als 800 Führungskräfte von Industrieunternehmen sowie 150 Führungskräfte der Telekommunikationsbranche aus zwölf Ländern befragt.

Schlüsselfaktor für die digitale Transformation

75 Prozent der befragten Führungskräfte von Industrieunternehmen glauben, dass in 5G der Schlüsselfaktor für die eigene digitale Transformation in den nächsten fünf Jahren liegen wird. Damit wird dieser Technologie die zweitgrößte Bedeutung nach Cloud Computing (84 Prozent) beigemessen und in der Studie noch vor Automatisierung und künstliche Intelligenz/ bzw. maschinelles Lernen gestellt. In Deutschland sehen 79 Prozent der Befragten 5G sogar als wichtigsten Faktor an – gleichauf mit Cloudanwendungen. Allgemein sind Unternehmen in der Studie davon überzeugt, dass die Eigenschaften von 5G dazu beitragen werden, die Herausforderungen im Zusammenhang mit Konnektivität zu meistern und zukünftige Anwendungsfälle zu unterstützen.

Deutsche Unternehmen zurückhaltend

In der Studie gaben fast zwei Drittel der weltweit befragten Industrieunternehmen (65 Prozent) an, die Technologie innerhalb der ersten zwei Jahre nach der Verfügbarkeit einsetzen zu wollen. Demnach streben 75 Prozent der Unternehmen in Großbritannien und Italien, 69 Prozent in Spanien und 68% in den USA und Norwegen eine Implementierung innerhalb von ein bis zwei Jahren an. In Deutschland folgen dieser Aussage nur 49 Prozent der befragten Unternehmen. Eine mögliche Erklärung dafür sei, so die Studienautoren, dass nur knapp ein Drittel der deutschen Führungskräfte der Meinung ist, dass ihre aktuellen Konnektivitätslösungen ihre Initiativen zur digitalen Transformation bremsen, verglichen mit 44 Prozent der Befragten weltweit.

Das könnte Sie auch interessieren

Welche Wege schlägt die Industrie 4.0 als nächstes ein? Frans Cronje, Geschäftsführer des Machine-Learning-Spezialisten Data Prophet, ist der Ansicht, dass künstliche Intelligenz der nächste bedeutende Schritt für Hersteller sein wird und dieser bereits unmittelbar bevorsteht.‣ weiterlesen

Anzeige

Exklusiv für Abonnenten

Künstliche Intelligenz ist längst in unserem Alltag präsent und dringt in immer mehr Bereiche vor. Fortschritte im KI-Bereich beruhen vor allem auf der Verwendung neuronaler Netze. Vergleichbar mit der Funktionsweise des menschlichen Gehirns verknüpfen sie mathematisch definierte Einheiten miteinander. Doch bisher wusste man nicht, wie ein neuronales Netz Entscheidungen trifft. Forschende des Fraunhofer Heinrich-Hertz-Instituts HHI und der Technischen Universität Berlin haben nun eine Technik entwickelt, die erkennt, anhand welcher Kriterien KI-Systeme Entscheidungen fällen.‣ weiterlesen

Das IT-Beratungshaus Capgemini hat untersucht, welchen Einfluss ethische Grundsätze für das Vertrauen in den Einsatz künstlicher Intelligenz haben. Ethisches Verhalten wird demnach belohnt, unethisches Verhalten sanktioniert.‣ weiterlesen

Das Marktforschungsunternehmen ABI Research gibt mit dem Bluetooth Market Update 2019 einen Ausblick darauf, wie sich Bluetooth-Lösungen in den nächsten fünf Jahren entwickeln könnten. Mit einem durchschnittlichen Wachstum von 43% sind Standortdienste dabei der am schnellsten wachsende Lösungsbereich.‣ weiterlesen

Das Bundeskabinett hat den Regierungsentwurf des Bundeshaushalts 2020 einschließlich des BMWi-Etats beschlossen. Dieser sieht für das Wirtschaftsministerium im kommenden Jahr Ausgaben von 9,1Mrd.€ vor. Unter anderem sind gibt es mehr Geld für die Weiterentwicklung künstlicher Intelligenz.‣ weiterlesen

Anzeige

Exklusiv für Abonnenten

Der Security-Anbieter Avast hat in Zusammenarbeit mit der Stanford University eine Studie zum Internet of Things durchgeführt. Dabei scannte Avast zur Datenerhebung mithilfe des WLAN-Inspektors 83Mio. IoT-Geräte in 16Mio. Haushalten weltweit, um die Verbreitung und die Sicherheit von IoT-Geräten nach Typ und Hersteller zu untersuchen.‣ weiterlesen