Insight Engines: 360°-Sicht auf die Unternehmensdaten

360°-Sicht

Das System kann die in den unterschiedlichen Quellen vorhandenen Daten anschließend aufrufen, analysieren und miteinander in Verbindung bringen. Jene für den Nutzer relevanten Informationen werden dabei aus der Datenmenge extrahiert und als Ergebnisse dargestellt. Es entsteht ein wertvoller Überblick, eine 360-Grad-Sicht auf das gesamte Unternehmenswissen oder auch auf ein bestimmtes Thema wie beispielsweise eine einzelne Komponente einer Maschine. Der besondere Clou: Die Insight Engine verknüpft die Informationen zur Suchabfrage aus den unterschiedlichen Quellen intelligent miteinander. Zusammenhänge zwischen ihnen werden sichtbar. Mit nur einer Abfrage können Anwender also im Rahmen ihrer jeweiligen Berechtigungen Zugriff sowohl auf Wartungsprotokolle, Pläne, technische Dokumentationen, Gutachten, Expertenmeinungen als auch auf Informationen zur Qualität eines bestimmten Bauteils erhalten. Dadurch bietet sich die Möglichkeit, Verbesserungspotenziale zu erkennen und bei Bedarf einzelne Produktionsabläufe oder gar Geschäftsprozesse anzupassen. Meldet eine Anlage beispielsweise eine Störung aufgrund eines drohenden Defekts eines Bauteils, ist es mithilfe der 360°-Sicht rasch möglich, sämtliche Informationen über das zu tauschende Bauteil herauszufinden. Hersteller, verfügbare Lieferanten, Ersatzteillisten und auch Anleitungen stehen auf Knopfdruck zur Verfügung, sodass das Bauteil ohne Zeitverlust getauscht werden kann, noch bevor ein Schaden entsteht.

 (Bild: Mindbreeze GmbH)

(Bild: Mindbreeze GmbH)

Die KI macht den Unterschied

Insight Engines basieren zwar auf klassischen Suchtechnologien, unterscheiden sich jedoch aufgrund ihrer Fähigkeiten und der Anwendung von Technologien aus dem Bereich der künstlichen Intelligenz massiv von ihnen. Gibt ein Nutzer eine Suchabfrage ab, können mithilfe von KI genau jene Informationen aus dem Datenpool extrahiert werden, die für den Anwender relevant sind und für die er gleichzeitig auch die Rechte besitzt.

Gezielte Antworten geben

Natural Language Processing (NLP) und Natural Language Question Answering (NLQA) sorgen dafür, dass entsprechende Suchabfragen intuitiv und in natürlicher Sprache eingegeben werden können. Die menschliche Sprache wird vom System linguistisch interpretiert, übersetzt und verstanden. Das erlaubt einer Insight Engine, gezielte Antworten auf die vom Anwender gestellten Fragen zu geben. Sie reichert diese mit kontextspezifischen Zusatzinformationen an, die mithilfe von autonomen Analysen generiert werden, und stellt die Ergebnisse übersichtlich und individuell in Dashboards zur Verfügung. Gleichzeitig sorgt die Anwendung dafür, dass sensible Daten geschützt werden und die Benutzer nur jene Daten sehen, für die sie auch berechtigt sind. Der Zugriff auf die Ergebnisse wird zusätzlich automatisch anhand der individuellen Rechte eingeschränkt. Diese werden bei jeder Recherche direkt an der Datenquelle abgefragt.

Selbstlernende Fähigkeiten

Mittels Deep und Machine Learning erlangt die Insight Engine ihre selbstlernenden Fähigkeiten. Sie analysiert stetig die Arbeitsweisen der Anwender und lernt auf Basis ihrer Handlungen die Relevanz von Informationen. So ist die Technologie in der Lage die Ergebnisse zu kategorisieren und sie entsprechend ihrer Relevanz kontextspezifisch, personalisiert und proaktiv anzuzeigen. Sucht ein Anwender beispielsweise häufig nach Wartungsprotokollen oder Wartungs-Anleitungen, dann lernt die Insight Engine, dass diese Informationen für den Benutzer von höher Relevanz sind als beispielsweise Bestellungen oder Rechnungen. Entsprechend dieser Erfahrungen werden die Suchergebnisse individuell gereiht und mit spezifischen Zusatzinformationen angereichert zur Verfügung gestellt. Je nach Rolle, Position, Abteilung etc. werden die Inhalte und die Darstellung im Dashboard also angepasst. Ein Mitarbeiter im Einkauf erhält beispielsweise Daten über die Lieferanten und über Angebote, während dem Anwender aus dem Accounting eine Übersicht über offene Bestellungen, offene Rechnungen, Mahnungen oder Saldenlisten zur Verfügung steht.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr Pilotprojekte und höhere Investitionen: Wie die Unternehmensberatung Bain & Company mitteilt, hat Europa hat seine Vorreiterrolle beim Internet der Dinge weiter ausgebaut. Demnach hätten europäische Unternehmen seit 2016 ihre Industrie 4.0-Vorhaben dreimal so schnell vorangetrieben wie ihre Wettbewerber aus den USA.‣ weiterlesen

Um zu den globalen KI-Vorreitern aufzuschließen und eine gesellschaftlich akzeptierte KI-Entwicklung zu gewährleisten, muss sich Europa strecken.‣ weiterlesen

Künstliche Intelligenz (KI) übersetzt Texte, schlägt Behandlungen für Patienten vor, trifft Kaufentscheidungen und optimiert Arbeitsabläufe. Aber wo ist ihr moralischer Kompass? Eine Studie des Centre for Cognitive Science der TU Darmstadt zeigt, dass KI-Maschinen von Menschen lernen können, wie Entscheidungen in moralischen Fragen zu fällen sind.‣ weiterlesen

Laut einer Bitkomumfrage sind Datenschutzexperten in deutschen Unternehmen Mangelware. Nur jedes dritte Unternehmen hat eine entsprechende Vollzeitstelle eingeplant.‣ weiterlesen

Im Jahr 2018 gab es im Vergleich zum Vorjahr weniger DDoS-Angriffe. Das teilt das IT-Security-Unternehmen Kaspersky Lab mit, weißt aber gleichzeitig darauf hin, dass die Qualität der Angriffe zunehmen könnte.‣ weiterlesen

Für die Chancen und Herausforderungen von Industrie 4.0 sehen sich die Unternehmen nur bedingt gut aufgestellt. Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Deloitte hat dazu insgesamt mehr als 2.000 C-Level-Führungskräfte befragt und insbesondere vier große Herausforderungen identifiziert.‣ weiterlesen