Integriertes Managementsystem

Unternehmenswerte konsequent umsetzen

Laverana zählt zu den Pionieren für Naturkosmetik in Deutschland. Das Unternehmen setzt auf Werte wie Qualität, verantwortungsvolle Unternehmensführung und Nachhaltigkeit. Seine Managementsysteme steuert das Unternehmen inzwischen über ein integriertes Managementsystem. TÜV Rheinland hat dies im Rahmen einer Kombi-Zertifizierung geprüft.

Laverana ist als 1. Naturkosmetik-Hersteller nach 'ZNU Nachhaltiger Wirtschaften' vom TÜV Rheinland zertifiziert. (Bild: Obs/lavera Naturkosmetik/heimifoto/L.Heimrath)

(Bild: Obs/Lavera Naturkosmetik/heimifoto/L.Heimrath)

Natürliche Schönheit braucht keine künstlichen Zusätze, lautet einer der Glaubenssätze bei Laverana. Das familiengeführte Unternehmen exportiert in mehr als 40 Länder und ist einer der größten Produzenten zertifizierter Naturkosmetik. Der Firmenname des Unternehmens orientiert sich an den Wünschen der Kunden nach Wirkung, Natürlichkeit und Verträglichkeit: ‚la vera‘ steht für ‚die Wahre‘ und ‚Na‘ für Naturkosmetik. Diese Begriffe sind für das Unternehmen Philosophie und Verpflichtung zugleich. Produktqualität und der immerwährende Prozess der Optimierung und Weiterentwicklung stehen im Fokus des Unternehmens. In Forschung, Entwicklung und Produktion kommen ausschließlich Natrue-zertifizierte Inhaltsstoffe zum Einsatz. Weil die konsequente Anwendung eines Managementsystems die Zukunftsfähigkeit eines Unternehmens weiter stärkt und auch entscheidend zur Wirtschaftlichkeit eines Unternehmens beiträgt, hat Laverana in den vergangenen Jahren nach und nach wichtige Managementsysteme eingeführt. 2016 kamen zu den bestehenden Systemen der ZNU-Standard hinzu, 2017 folgte die ISO14001. Dieser bündelt sämtliche Nachhaltigkeitsanforderungen an Unternehmen.

Schlankeres Management

Um verlässliche Organisationsstrukturen zu etablieren und den Erwartungen von Kunden, Mitarbeitern, Geschäftspartnern sowie den gesetzlichen Anforderungen gerecht zu werden, entschied sich Laverana darüber hinaus zur Einführung eines Integrierten Managementsystems (IMS). Das IMS fasst Methoden zur Einhaltung von Anforderungen aus den Bereichen Qualität, Umwelt-, Arbeits- und Gesundheitsschutz sowie Energie zusammen und steuert diese zentral. Durch das Zusammenwirken und die Bündelung der Ressourcen wird mit dem IMS ein schlankeres, effizienteres Managementsystem möglich. Prozesse und Abläufe werden gebündelt, lassen sich transparent verfolgen und ermöglichen eine kontinuierliche Verbesserung. Allerdings entsteht ein IMS nicht von allein, sondern will gewissenhaft geplant sein. Ein Erfolgsfaktor ist die Unterstützung und das Vorantreiben durch die Unternehmensführung – unter anderem, indem sie die nötigen Kapazitäten und Ressourcen für die Einführung und Etablierung schafft. Bei Laverana wirkten alle Abteilungen aktiv an der Einführung mit. Arbeitsgruppen überarbeiten und verbessern bis heute kontinuierlich ihre Prozesse. Die Frage ‚Was tue ich und warum und wer hat noch damit zu tun‘ erwies sich dennoch für viele als echte Herausforderung, war aber höchst wichtig. Denn so gelang es, unternehmensweit bessere Hauptprozesse und Subprozesse zu definieren, die wiederum durch Arbeitsanweisungen mit Leben gefüllt wurden. Als wichtiges Instrument erwies sich der eingeführte PDCA(plan, do, check, act)-Zyklus, der grundlegende Arbeits- und Denkweisen schafft und der bei Laverana unter anderem die Einführung neuer Projekte und Prozesse vereinfacht hat. Zum Beispiel wurde der ‚time to market‘-Prozess verbessert und ein Risikochancenmanagement im Zuge der Kundenzufriedenheit integriert. Die hausinternen Abläufe durch die Prozesse zentral zu steuern und die Philosophie des IMS im Alltag zu verankern, war eine anspruchsvolle, aber lohnende Aufgabe. Mitarbeiter mussten sich noch stärker in das prozessorientierte Denken und Arbeiten einfinden. Ihre Prozesse wurden neu ausgerichtet, Kennzahlen entsprechend angepasst und die Arbeitsweise automatisch zielorientierter und effizienter. Durch die aktive Auseinandersetzung mit der Thematik und regelmäßige Schulungen bewirkte die Einführung des IMS letztlich sogar eine Änderung der Unternehmenskultur. Die Prozesse, Abläufe und Ziele sowie die damit verbundenen Maßnahmen erleichtern den Arbeitsalltag enorm, ermöglichen aber auch eine internationale Vergleichbarkeit und verbesserte Wirtschaftlichkeit.

Kombi-Zertifizierung 2017

Im September 2017 fand die erste Kombi-Zertifizierung ihren erfolgreichen Abschluss. Vorgenommen wurde sie von TÜV Rheinland. „Bei einem IMS empfiehlt sich statt einzelner Zertifizierungen eine Kombizertifizierung“, rät Oliver Brendle, Lead Auditor bei TÜV Rheinland. Bei einer Kombizertifizierung werden mindestens zwei Managementsystem-Prüfungen parallel durchgeführt. „Grundsätzlich lassen sich alle ISO-Normen frei untereinander kombinieren. Insbesondere die revidierten Normen 9001 und 14001 werden in der Praxis gern etwa mit dem Arbeitssicherheitsmanagementsystem nach OSHAS 18001 gekoppelt“, so Brendle. Bei der Kombi-Zertifizierung von Laverana stand unter anderem die Umstellung auf die neue Version der ISO9001 und die Erst-Einführung der aktuellen ISO14001 auf dem Programm. „Wichtig ist, bei einer Kombi-Zertifizierung die Laufzeiten der einzelnen Zertifikate im Blick zu behalten“, empfiehlt Brendle.

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