Sichere Gehäuse für IT- und Netzwerktechnik

Da in modernen Fabriken immer mehr IT-Systeme für die Automatisierung verwendet werden, ist ein entsprechender Schutz der aufgestellten ITSchränke notwendig. Gefährlich werden u.a.  EMV-Einstrahlung, Staub, Schmutz und Flüssigkeiten sowie Vibrationen. Darüber hinaus haben sehr viele Menschen Zugang zu einer Fabrikhalle, von Mitarbeitern an der Produktionsstrecke bis zum Reinigungsund Servicepersonal. Die verwendeten Gehäuse für IT- und Netzwerktechnik benötigen daher abschließbare Türen und optional elektronische Schlösser zur Protokollierung der Zugänge. Auch die Seitenwände dürfen nicht einfach abnehmbar sein

 (Bild: Rittal GmbH & Co. KG)

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Ein Industriespion könnte über die geöffnete Seitenwand mit einem USB-Stick einen Virus in Minutenschnelle in die Server einspielen oder Dateien direkt kopieren. Für den Brandschutz sind ebenfalls geeignete Lösungen notwendig, wie eine im Technikschrank installierte Löschanlage.Diese sollte eine Brandfrüherkennung und ein Aktivlöschsystem verwenden, um zu verhindern, dass es zu einem größeren Feuer kommt.

Schutz vor Staub und Wasser

Steht der Serverschrank in einer staubigen Produktionshalle muss das IT-System gegen die Umweltbedingungen gesichert sein. Die IP-Schutzart (IP = International Protection) gibt durch eine einfache Zahlenkombination an, wogegen das Gehäuse seinen Inhalt schützt. Die Schutzart wird in der Form IP XY angegeben. Die Zahlen der ersten Kennziffer laufen von null bis sechs und definieren den Schutz vor festen Gegenständen und Staub. Die Zahlen der zweiten Kennziffer kennzeichnen den Schutz vor Wasser und reichen von null bis acht. Die Ziffern sieben und acht stehen für ein zeitweiliges (sieben) bzw. dauerhaftes (acht) Untertauchen in Wasser. In einer normalen Büroumgebung wäre beispielsweise für ein IT-Rack die Schutzart IP 20 ausreichend. Für industrietaugliche Industrie-4.0-Installationen kommen Schutzarten bis IP 55 zum Einsatz. Derart geschützte Schränke helfen dabei, schädliche Staubablagerungen im Innern zu vermeiden. Außerdem verfügen sie über einen vollständigen Berührungsschutz und sind gegen Strahlwasser aus allen Richtungen geschützt.

Standardschränke für die Industrie 4.0

Um eine Industrie-4.0-Umgebung zu realisieren, lassen sich durchaus IT-Racks und Industrieschränke aus der Standardproduktion verwenden. Allerdings sollte das IT-Team bei der Planung gemeinsam mit dem Facility Management darauf hinarbeiten, dass der benötigte IP- und Zugriffschutz mit einer dazu passenden Klimatisierung installiert wird. Individuell muss jedoch die Energieversorgung von IT-Komponenten unter Berücksichtigung der vorhandenen Produktionsumgebung entwickelt werden. So können starke Elektromotoren für Schwankungen im Stromnetz sorgen. Diese lassen sich über zusätzliche USV-Systeme ausfiltern, um so die Energieversorgung zu stabilisieren. Dafür ist jedoch ein ausreichend dimensionierter IT-Schrank für die USV-Anlage notwendig. Mit diesen Parametern ausgerüstet, etablieren Unternehmen auf physischer Ebene ein hohes Schutzniveau in der Fabrikhalle.

Produktionsumgebung modernisieren
Bild: Rittal GmbH & Co. KG


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