Corona-Virus als Treiber der Digitalisierung

Viele Unternehmen gehen die
Digitalisierung nicht strategisch an

Geht es um die Digitalisierung des eigenen Unternehmens, fehlt es oftmals an der Strategie. Laut des Analystenhauses Techconsult, ist dies sogar bei jedem zweiten Unternehmen der Fall.

(Bild: ©Andrey-Popov/AdobeStock.com)

Um die digitale Transformation im Unternehmen voranzutreiben, bedarf es eines strategischen Plans, der ganzheitlich die Richtung im Unternehmen festlegt, Ziele definiert und konkrete Maßnahmen zur Umsetzung benennt. Hinzu kommt die kontinuierliche Aneignung digitaler Kompetenzen. Denn die Digitalisierung ist für viele Unternehmen ein Akt, der nicht von heute auf morgen geschieht und nur wer über das notwendige Knowhow verfügt, kann die Digitalisierung im Unternehmen erfolgreich mitgestalten und umsetzen. Soweit die Theorie: Doch in der Praxis sieht es in vielen deutschen Betrieben noch anders aus.

Oftmals ohne Plan

Die digitale Transformation schreitet zwar voran, oftmals fehlt aber der Plan dabei. Wie das Analystenhaus Techconsult mitteilt, habe aktuell ca. die Hälfte der Unternehmen keine langfristigen Planungen innerhalb ihrer Unternehmensstrategie verankert. Wo es nötig ist, versuche man dies durch spontane und teils überhastete Maßnahmen zu korrigieren. Dies gelte insbesondere für die Digitalisierung von Prozessen. Häufig werden nur einzelne Prozesse digitalisiert, ohne durchgängige Ende-zu-Ende-Konzepte und Beteiligung aller interner und externer Stakeholder.

Kleine Betriebe zögern

Insbesondere kleinere Betriebe würden sich laut den Techconsult-Experten vor digitalen Eingriffen scheuen und zu lange zögern, wenn es um die Realisierung digitaler Vorhaben geht. Kostenfaktor, Zeitmangel, mangelndes internes IT-Knowhow und fehlende externe Beratung sowie Unterstützung, Hinderungsgründe gibt es reichlich aus Sicht der Unternehmensentscheider. Unternehmen müssten sich dessen bewusst sein, welches Potenzial in der Digitalisierung steckt. Wie unterschiedliche Techconsult-Studien zeigen, hat die Digitalisierung einen positiven Einfluss – nicht nur auf betriebswirtschaftliche Kennzahlen, sondern auch auf Wohlfühlfaktoren und die Zufriedenheit der Mitarbeiter. Auch mehr Transparenz, Fehlerreduzierung, weniger Routinearbeit sowie eine höhere Datensicherheit und die automatisierte Archivierung unter Berücksichtigung der Aufbewahrungszeiten sind Vorzüge der Digitalisiertung. Es zeige sich, so die Experten, dass nicht nur kleine Unternehmen digitalen Nachholbedarf haben, auch in größeren Unternehmen gebe es deutliche Defizite im Dokumentenmanagement. Wie die Studienergebnisse zeigen, gehören manuelle papierbasierte Prozesse vielfach noch zur Tagesordnung und dies über alle Unternehmensgrößen hinweg. Demnach hat nur jedes zweite Unternehmen seine vorhandenen Personalakten bisher vollständig digitalisiert. In den übrigen Unternehmen stapeln sich noch Aktenordner.

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