Datenschutzgrundverordnung
im Fokus der Mittelständler

Die Studie ‘Security Bilanz Deutschland‘ der Marktforschungsgesellschaft Techconsult untersucht seit dem Jahr 2014, wie es um die IT- und Informationssicherheit in mittelständischen Unternehmens sowie in öffentlichen Verwaltungen bestellt ist. Neben einem Anstieg der Cyberbedrohungen rückt dabei auch die Umsetzung der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) in den Fokus.

 (Bild: techconsult GmbH)

(Bild: Techconsult GmbH)

Bereits die Frage nach der Verantwortlichkeit stellt für viele mittelständische Unternehmen eine Herausforderung dar: Mehr als die Hälfte der Befragten hat demnach noch nicht ermittelt, wer zu informieren ist, wenn es zu einem Datenverlust kommt. Lediglich 13 Prozent haben konkrete Maßnahmen zur Umsetzung der DSGVO ergriffen. Dabei enthält bereits das Bundesdateschutzgesetz bestimmte Rechte und Pflichten, laut Security Bilanz wurden diese jedoch nur von einem Drittel der befragten Unternehmen gut umgesetzt.

Mitarbeiter für IT-Sicherheit sensibilisieren

Technische Maßnahmen zur Umsetzung der DSGVO sollten laut Techconsult erst angegangen werden, wenn die Prozesse innerhalb des Unternehmens analysiert worden sind. Zudem sollte auch die Sensibilisierung der Mitarbeiter ernst genommen werden.

Grundsätze der Datenverarbeitung

Die strengen Regeln der DSGVO verändern zudem die IT-Sicherheit in Unternehmen. Sie formuliert Grundsätze für die Datenverarbeitung, wie sie auch im Konzept der Informationssicherheit als Schutzziele definiert sind, zum Beispiel Integrität und Vertraulichkeit. Mit den steigenden Anforderungen der Verordnung in Bezug auf die Dokumentation der Grundlage der Datenverarbeitung (Rechtmäßigkeit, Einwilligung des Betroffenen) werden auch weitere Konzepte der Informationssicherheit wie die Verbindlichkeit und Zurechenbarkeit eingeführt. Die Grundsätze ‚Privacy by Design‘ und ‚Privacy by Default‘ sind analog dem Anonymitätsgebot des Informationssicherheitskonzeptes zu sehen.

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