Was hat das Digitaljahr 2018 zu bieten?

Neue Regelungen, neue Richtlinien, neue Technik. Das Jahr 2018 hat einige Neuerungen zu bieten. Der Digitalverband Bitkom hat die wichtigsten Änderungen zusammengefasst.


Datenschutzgrundverordnung wird wirksam

Besonders wichtig für Unternehmen dürfte die Datenschutzgrundverordnung sein. Diese gilt ab dem 25. Mai 2018 und regelt die EU-weit die Nutzung und Verarbeitung von personenbezogenen Daten. Sie soll u.a. die Verbraucherrechte stärken. Beispielsweise können Nutzer dann von Unternehmen verlangen, über ihre personenbezogenen Daten informiert zu werden, diese zu berichtigen und zu löschen. Darüber hinaus können sie erwirken, dass ihre Daten von einem Anbieter zu einem anderen Anbieter (oder an sie selbst) übertragen werden. Dies muss in einem strukturierten, gängigen und maschinenlesbaren Format erfolgen. Neu ist auch, dass Verbraucher umfangreiche Informations-, Auskunfts- und Widerspruchsrechte haben, wenn Anbieter von ihnen Nutzerprofile erstellen oder automatisierte Entscheidungen zu ihren Nutzerdaten treffen. Für Unternehmen drohen bei einer Nichteinhaltung der DSGVO empfindliche Strafen.

Mediendienste auch im EU-Ausland nutzbar

Wer in Deutschland kostenpflichtige Streamingdienste abonniert hat, kann diese ab April ohne Zusatzgebühren für einen beschränkten Zeitraum auch im EU-Ausland nutzen. Bezahldienste sind dann verpflichtet, dies möglich zu machen. Für kostenlose Online-Angebote besteht dazu keine Pflicht.

Instant Payment: Überweisungen in Echtzeit

Mit der Einführung von ‘SEPA-Instant Payments’ können Kontoüberweisungen ab dem nächsten Jahr in Echtzeit abgewickelt werden. Zahlungsempfänger in der gesamten Euro-Zone bekommen ihre Zahlungen innerhalb von zehn Sekunden gutgeschrieben — auch sonn- und feiertags. Erste Banken bieten diesen Service bereits seit November an. Es wird erwartet, dass Echtzeitzahlungen sowohl von Privatperson zu Privatperson als auch im E-Commerce möglich sind. Ebenso werden Bankkunden an Ladenkassen in Echtzeit zahlen können, etwa per Smartphone-App im Supermarkt. Die Instant Payments sollen damit ein Zahlverfahren ermöglichen, das an allen Bezahlpunkten einsetzbar ist und direkt mit dem jeweiligen Girokonto in Verbindung steht.

Kreditkartengebühren beim Bezahlen fallen weg

Außerdem entfallen ab 2018 europaweit die Gebühren beim Bezahlen mit Kreditkarte. Händler dürfen somit in vielen Fällen keine gesonderten Gebühren für Kartenzahlungen, Überweisungen und Lastschriften mehr berechnen. Für Bargeldabhebungen im Ausland können Banken weiterhin Entgelte verlangen.

Das könnte Sie auch interessieren

Technologische Entwicklung fördert Wohlstand und auch Wohlergehen jenseits des Materiellen, bringt aber auch neue Risiken. Die prognostizieren die Autoren der Studie 'Tech for Good: Smoothing disruption, improving wellbeing' für die das McKinsey Global Institute 600 Technologieanwendungen untersucht hat.‣ weiterlesen

Exklusiv für Abonnenten

Mit einer KI-Plattform will der VDE ein Ökosystem für die Gesundheitswirtschaft schaffen. Die Plattform mit dem Namen Careful KI soll dabei einen rechtssicheren und hochverfügbaren Datenpool enthalten. Die Plattform soll auch kleinen und mittleren Unternehmen zu Gute kommen.‣ weiterlesen

Führungskräfte fordern die Forcierung von Quantencomputing-Lösungen. Nahezu 90 Prozent der in einer Fujitsu-Studie Befragten beurteilen dabei die derzeit verfügbaren Computing-Kapazitäten als limitierenden Faktor bei der Realisierung innovativer Businessprozesse.‣ weiterlesen

Rund die Hälfte der im Rahmen einer Bitkom-Studie befragten Industrieunternehmen aus Deutschland stuft die Verfügbarkeit des neuen Mobilfunkstandards 5G als wichtig ein. 42% beschäftigen sich derzeit mit der 5G-Versorgung.‣ weiterlesen

Mit der Messe Twenty2x hat die Deutsche Messe AG eine neue Digitalmesse ins Leben gerufen, die erstmals im März 2020 stattfinden soll. Wie der Veranstalter mitteilt, wendet sich die Twenty2x in erster Linie an kleine und mittelständische Unternehmen aus der DACH-Region. Dabei sollen vor allem Geschäftsführer und IT-Entscheider von KMUs und Startups, IT-Experten sowie Berater angesprochen werden.‣ weiterlesen

Exklusiv für Abonnenten

Laut einer Studie der Strategieberatung Boston Consulting liegt Deutschland auf dem zweiten Platz der weltweit beliebtesten Zielländer für Digitalkexperten.‣ weiterlesen