So digital ist Deutschland

Die Digitalisierung ist einer der größten Umbrüche für Wirtschaft und Gesellschaft. Eine repräsentative Umfrage des Marktforschers Civey im Auftrag von Cisco zeigt, wie weit die Digitalisierung den Alltag der Menschen heute schon durchdringt. Sie beleuchtet Hoffnungen, aber auch Sorgen – und sie zeigt klar auf, wo in Deutschland der größte Aufholbedarf besteht.

 (Bild: Cisco Systems GmbH)

(Bild: Cisco Systems GmbH)

Die Meinungen zum Thema Digitalisierung in Deutschland sind gespalten, wie die Studie ‚So digital ist Deutschland wirklich‘ von Cisco Systems zeigt. 23,5 Prozent der Deutschen empfindet gegenüber der Digitalisierung als stärkstes Neugier, ähnlich viele (22,8 Prozent) aber Genervtheit oder Überdruss. Bei jeweils rund zehn Prozent dominieren Unsicherheit und Sorge. Dies zeige laut Cisco, wie wichtig es ist, nicht nur die Digitalisierung selbst weiter voran zu treiben, sondern auch, die Menschen mitzunehmen. Genervtheit könne ein Indiz dafür sein, dass es vielen nicht schnell genug vorangeht. Denn auf die Frage, wo die Menschen Deutschland bei der Digitalisierung im internationalen Vergleich einordnen würden, fallen die Antworten wenig schmeichelhaft aus: Nur etwa ein Viertel sieht Deutschland im stabilen Mittelfeld. 39 Prozent sehen die Bundesrepublik im unteren Drittel. Fast ein Viertel ordnet sie sogar in die Schlussgruppe ein.

Deutschland steht besser da

„Die Ergebnisse zeigen, dass die Digitalisierung unseren Alltag spürbar verändert. Doch gerade im internationalen Vergleich steht Deutschland besser da, als wir selber oft glauben“, sagt Oliver Tuszik, bislang Deutschland-Geschäftsführer und künftig weltweiter Channel-Chef bei Cisco. „Dennoch wünschen sich die Menschen schnellere Fortschritte. Hier ist einerseits die Politik gefragt, aber auch wir werden mit unserem Programm Deutschland Digital weiter gezielt investieren.“

Wo liegt der größte Handlungsdruck?

Den größten Nachholbedarf sehen die Deutschen im Bereich Bildung: 44 Prozent nennen Schulen und Universitäten als die Bereiche mit dem größten Handlungsbedarf. Dahinter folgt die Verwaltung (22 Prozent). Auch bei Gesundheitswesen und Arbeitswelt gibt es für die Befragten Luft nach oben. Dass der Nachholbedarf der Verwaltung nicht nur an Vorurteilen der Bürger liegt, zeigt die Tatsache, dass auch Beamte diese am zweithäufigsten (23,3 Prozent) benennen.

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