Studie zum Chief Information Officer

Was CIOs suchen und was gefordert wird

CIOs (Chief Information Officers) zeichnen in Unternehmen verantwortlich für die Ausgestaltung der Informationstechnologie. Sie stehen dabei vor der Aufgabe, nicht nur laufende Prozesse optimal zu unterstützen, sondern auch neue Potenziale und Herausforderungen zu adressieren. Wie ihnen das gelingt und welche Faktoren erfolgskritisch sind, hat eine Studie der Hochschule Koblenz gemeinsam mit Voice, dem Bundesverband der IT-Anwender, untersucht.

Bild: ©Gorodenkoff/stock.adobe.com

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Für die Studie wurden sowohl die CIO- als auch die Unternehmensseite beleuchtet. Auf dem Vergleich dieser beiden Perspektiven basieren die Ergebnisse der Studie: CIOs halten Führungsqualitäten und Personal Skills für erfolgskritischer als Technologie-, Betriebswirtschafts-, und Branchenverständnis. In Stellenausschreibungen sowie von Personalberaterinnen und Personalberatern werden allerdings häufig noch eher technisch ausgebildete und orientierte CIOs gesucht. Gleichzeitig zeigt die Untersuchung, dass CIOs hauptsächlich männlich und von ihrem Ausbildungshintergrund her eher technisch, mathematisch oder naturwissenschaftlich geprägt sind.

Die von Unternehmen nachgefragte und von den interviewten CIOs durchlaufene Ausbildung mit ihren Schwerpunkten im technischen Verständnis entspricht also nicht den aktuellen Anforderungen und den als wichtig eingestuften Kompetenzen, die CIOs und Unternehmen in dieser Funktion als erfolgskritisch betrachten.

Klare Anforderungen formulieren

„Wenn dieser Disjunkt zwischen Ausbildungsschwerpunkten und Anforderungsprofil anhält, können viele CIOs den Erwartungen ihrer Unternehmen nicht mehr entsprechen“, betont Komus. Aus seiner Sicht sei es enorm wichtig, dass die Unternehmen zum einen konkretisieren, was sie von der CIO-Funktion erwarten, und zum anderen diese Erwartungen als Anforderungen in Stellenausschreibungen und beim Headhunter-Briefing formulieren: „Als wir mit den Personalberatern sprachen, drängte sich der Eindruck auf, dass Unternehmen, die noch nicht wissen, welche Digitalisierungsstrategie sie verfolgen, auch keine klaren Anforderungen an CIOs formulieren. Das sollten sie möglichst schnell ändern.“

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