Entscheider berichten, wo Firmen mit der Digitalisierung Erfolge erzielen

Was haben Unternehmen auf der digitalen Agenda?

Die Erfolgsmessung digitaler Strategien zeigt in den Firmen derzeit die größten Ausschläge, wenn es um zufriedenere Kunden (84 Prozent) geht. Das geht aus einer Studie des IT-Beratungshauses DXC Technologies hervor. Am schwächsten bewerten die Manager demnach den Erfolg bei vernetzten Partnerschaften (52 Prozent). Für die Studie wurden insgesamt 600 Manager in Deutschland, Österreich und der Schweiz befragt.


Die führenden Unternehmen arbeiten sehr fokussiert, um ihre Top-3 Zukunftsziele der digitalen Transformation zu erreichen: Bei der Kundenzufriedenheit bewerten 57 Prozent der Firmen den gemessenen Erfolg als gut – 27 Prozent sogar mit sehr gut. Ein ähnliches Bild zeigt sich in der DXC-Studie bei dem Wunsch, Umsätze zu steigern – 81 Prozent bewerten dies als gut und sehr gut – sowie die Qualität zu verbessern (79 Prozent). Diese drei Aktionsfelder stehen sowohl bei den bisher erreichten Resultaten als auch bei den gewünschten Zukunftserfolgen auf der digitalen Agenda ganz oben. Das Beispiel Kostensenkung zeigt aber, dass die Erkenntnisse aus ersten Erfolgen ursprüngliche Pläne ändern können: So rangiert das Ziel der Kostensenkung bei den Firmen ohne gemessenen digitalen Projekt-Erfolg mit einer Zustimmung von 77 Prozent auf dem dritten Platz. Bei den Unternehmen mit gemessenen Erfolgen liegt das Ziel der Kostensenkung nur noch auf Platz 6.

Ökosysteme nur selten Ziel der Strategie

Schwach ausgeprägt ist bei den Firmen aktuell das Ziel, im Zuge der Digitalisierung neue Partner-Ökosysteme zu etablieren. Selbst bei den bereits erfolgreichen Firmen schreiben sich nur 15 Prozent dieses Strategie-Element für die Zukunft ins Pflichtenheft.

Plattformen ebnen den Weg

Am Beispiel von Industrie 4.0 wird aber deutlich, so die Studie, dass die Vernetzung mit Partner-Ökosystemen in der smarten Fabrik der Zukunft eine Schlüsselrolle spielt. Digitale Plattformen ebnen hier den Weg, Produktionsnetzwerke miteinander zu verbinden und gemeinsame Ressourcen und angebundene Marktplätze zu erschließen. So entstehen für die Betriebe ganz neue Möglichkeiten, über traditionelle Grenzen hinweg mit ihren Partnern zusammenzuarbeiten. Digitale Plattformen werden künftig die Basis dafür sein, Wertschöpfungsnetzwerke zu betreiben – einschließlich Auftragsmanagement, automatische Vertragsabwicklung oder Supply-Chain-Integration.

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