Den Unternehmen fehlt es an Ressourcen

Laut einer Umfrage des VDE waren 25 Prozent der VDE-Mitgliedsunternehmen und Hochschulen in jüngster Zeit von einem Cyberangriff betroffen. Weitere 40 Prozent können nicht mir Sicherheit sagen, ob sie Opfer einer Attacke wurden. Das BSI warnt indes vor einer neuen Bedrohung.

Bild: VDE Verband der Elektrotechnik

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) warnt derzeit vor einer Schadsoftware namens ‘Ryuk‘. Das BSI geht davon aus, dass die Verschlüsselungssoftware bereits mehrere Unternehmen infiziert hat. Die Schadsoftware bedient sich zweier älterer Trojaner und ermöglicht maßgeschneiderte Erpressungsversuche. „Vier von zehn VDE-Mitgliedsunternehmen und Hochschulen waren nach einer Umfrage bereits vor Ryuk von Cyber-Attacken betroffen. Weitere 40 Prozent wissen noch nicht einmal, ob sie angegriffen worden sind. Der VDE geht daher davon aus, dass die Dunkelziffer weitaus höher ist“, sagt Ansgar Hinz, Chef des Technologieverbandes VDE. Sicherheitsdefizite in der eigenen Organisation machten es den Angreifern leicht: 75 Prozent sagen, dass es den Mitarbeitern an Sensibilität für das Risiko von Cyberattacken fehlt. 45 Prozent geben zu, dass ihre IT-Systeme nicht ausreichend geschützt sind und den Angriffen nicht standhalten können.

Finanziell und Personell überfordert

Das größte Problem sind laut VDE die Ressourcen: 79 Prozent der Befragten sind davon überzeugt, dass viele Unternehmen aufgrund der wachsenden Anforderungen an die IT-Sicherheit finanziell und personell überfordert sind. Das macht es den Unternehmen schwerer, eigene Computer Emergency Response Teams (CERTs) zu etablieren.

Anforderungen an den Datenschutz

Neben dem Thema Cybersecurity stellen auch die Anforderungen der EU-Datenschutzverordnung (DSGVO), des IT-Sicherheitsgesetzes und der Governance-Risk-Compliance, die Unternehmen vor Herausforderungen. Viele der VDE-Mitgliedsunternehmen seien überfordert, so Hinz. Der Verband unterstützt den Mittelstand dabei, die Informationssicherheit auf allen Ebenen zu erfüllen.

Das könnte Sie auch interessieren

Exklusiv für Abonnenten

Die Konjunkturerwartungen der deutschen Maschinenbauer verdüstern sich laut einer Studie der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PWC weiter. Die Wachstumsprognose für die Branche sinkt demnach auf ein Zwei-Jahres-Tief.‣ weiterlesen

Wie gut Unternehmen und große Organisationen die Sicherheit von Daten und IT in der digitalen Wirtschaft gewährleisten können, entscheidet über ihren Erfolg oder Misserfolg. Das ist eine von acht Entwicklungen, die die Experten von TÜV Rheinland in den Cybersecurity Trends 2019 identifiziert haben.‣ weiterlesen

Wie aus dem Maschinenbaubarometer der Prüfungs- und Beratungsgesellschaft Ernst&Young hervorgeht, spielt die Digitalisierung im Maschinenbau eine immer wichtigere Rolle. So ist beispielsweise der Anteil der Unternehmen, die der Digitalisierung eine große Rolle beimessen, von 22 Prozent auf 38 Prozent gestiegen.‣ weiterlesen

Eine interdisziplinäre Forschungsgruppe entwickelt am KIT ein agiles Produktionssystem, um mit KI die industrielle Produktion zukunftsfähig zu machen.‣ weiterlesen

In einer zunehmend digitalisierten Welt ist Elektronik überall präsent. Zugleich gewinnt sie als zentrales Element in sicherheitskritischen Bereichen an Bedeutung, etwa beim autonomen Fahren oder in der Medizin.‣ weiterlesen

In den USA haben die Verkaufszahlen von Industrierobotern mit rund 38.000 Einheiten einen neuen Höchststand erreicht. Das ist das achte Jahr in Folge ein neuer Rekord (2010-2018).‣ weiterlesen