Zero Trust Networking

Cybersicherheit soll das Potenzial von 5G nicht einschränken

Palo Alto Networks beleuchtet den Zusammenhang von 5G und IT-Sicherheit. 

(Bild: ©peshkov_AdobeStock.com)

5G ist die mobile Technologie, um immer größere Datenmengen zu bewegen. Sie ist in der Lage, Verbindungen praktisch ohne Verzögerung bereitzustellen. Für Roboteroperationen ist somit keine physische Kabelverbindung mehr erforderlich, wodurch Chirurgen Hunderte, wenn nicht gar Tausende von Kilometern entfernt sein könnten. “In solchen Fällen wird die Cybersicherheit eine zentrale Rolle spielen”, erklärt Martin Schauf, Senior Systems Engineering Manager bei Palo Alto Networks.

Niemals vertrauen, immer überprüfen

“Während viele Unternehmen heute zu einer stärker granularen Segmentierung ihrer Netzwerke übergehen, wird Zero Trust Networking zu einer Kernanforderung werden.” Das Konzept von Zero Trust funktioniert nach dem Prinzip ‘niemals vertrauen, immer überprüfen’. In dieser Hinsicht würden die Betreiber von 5G-Netzen davon ausgehen, dass jeder Nutzer oder jedes Gerät, die bzw. das Zugang beantragt, ein potenzielles Sicherheitsrisiko darstellt. Die Zugangsberechtigung müsste auf den spezifischen Bereich beschränkt werden, den der Nutzer oder das Gerät benötigen. 5G wirft eine Reihe von Fragen im Bereich der Cybersicherheit auf, die einige Vorteile der Technologie untergraben können, wenn die Sicherheitsprobleme nicht von vornherein angegangen werden. Eine 5G-basierte Welt wird durch den Austausch von Daten zwischen Geräten und Anwendungen stärker vernetzt sein. Dadurch wird die Oberfläche für Cyberangriffe erheblich vergrößert, da die Punkte, an denen Hacker in ein Netzwerk eindringen können, erweitert werden.

Risiken Dritter im Auge behalten

Für Unternehmen ist es von entscheidender Bedeutung, die Risiken Dritter im Auge zu behalten und sicherzustellen, dass alle Beteiligten in der Lieferkette über starke Cybersicherheitskontrollen verfügen. Das Gesundheitswesen, vernetzte Autos und Industrie 4.0 werden zu kollaborativen Ökosystemen auf 5G. Ein Überblick über alle Beteiligten in der Lieferkette ist entscheidend. Dies bedeutet, dass alle Akteure, die zum Service beitragen, identifiziert werden müssen und dass sichergestellt werden muss, dass sie alle geschützt sind. “Wenn wir alle weiterhin die Lehren der modernen Cybersicherheit – rund um Zero Trust, Cloud, Automatisierung, etc. – anwenden und anpassen, dann wird die Sicherung von 5G trotz einiger Herausforderungen eine machbare Aufgabe sein”, resümiert Schauf.

Das könnte Sie auch interessieren

Im Überbegriff der Industrie 4.0 finden sich unter anderem digital arbeitende Produktionsstraßen und ganze Fabriken, die immer stärker vernetzt werden. Bei allen Vorteilen bringt dies aber auch neue Herausforderungen mit sich: bei Störung einer einzigen Komponente kann die gesamte Produktionskette zum Stillstand kommen. Dadurch gewinnt Predictive Maintenance für Unternehmen mit Produktionsanlagen immer mehr an Bedeutung, sodass mögliche Fehlerquellen aufgedeckt werden, bevor sie sich zum Problem entwickeln.‣ weiterlesen

Anzeige

Die nun veröffentlichte Normungsroadmap KI von DIN DKE sowie dem BMWi soll Handlungsempfehlungen für Standardisierung von künstliche Intelligenz geben. Die Roadmap ist online abrufbar.‣ weiterlesen

Anzeige

Anlässlich des Digital-Gipfels der Bundesregierung präsentiert die Plattform Industrie 4.0 Anwendungen für eine nachhaltige Industrie 4.0. Anhand von Analysen haben die Plattform-Spezialisten dabei drei mögliche Entwicklungspfade identifiziert.‣ weiterlesen

Der Security-Spezialist DriveLock hat gemeinsam mit den Kooperationspartnern Computerwoche und CIO die Studie 'Cyber Security 2020' veröffentlicht. Darin widmen sich die Experten Herausforderungen und Strategien beim Schutz von IT-Systemen.‣ weiterlesen

Im November starten die IT&Production-Fachmedien eine eigene Webinarserie - die IT&Production TechTalks. Jedes Webinar bietet drei Vorträge zu einem Schwerpunktthema - u.a. MES/MOM (24.November), Robotic Process Automation (26. November), und Industrial Internet of Things (2. Dezember) und Künstliche Intelligenz (3. Dezember). Zur kostenfreien Anmeldung gelangen Sie hier.‣ weiterlesen

Exklusiv für Abonnenten

Nicht nur die aktuelle Corona-Krise stellt produzierende Unternehmen vor große Herausforderungen, auch das Thema Nachhaltigkeit wird immer wichtiger. Um dieser gerecht zu werden, hat das Werkzeugmaschinenlabor WZL der RWTH Aachen University den Lean Innovation-Ansatz hin zu einem Sustainable-Innovation-Ansatz erweitert.‣ weiterlesen