Wichtige Kompetenzen für die Zukunft

Future Skills im Maschinen- und Anlagenbau

Welche Veränderungen kommen auf Maschinenbauer zu und wie gehen sie damit um? Eine Erhebung des VDMA geht dieser Frage näher auf den Grund.

(Bild: ©TMLsPhotoG/stock.adobe.com)

Der Maschinen- und Anlagenbau in Deutschland befindet sich mitten in der digitalen Transformation. Neue Technologien verändern die Prozesse in den Unternehmen und definieren die Wertschöpfungsketten neu. Darauf müssen die Firmen in den kommenden Jahren mit umfangreichen Maßnahmen reagieren, wobei interdisziplinäres Arbeiten, Agilität und Veränderungsbereitschaft eine besonders wichtige Rolle spielen. Eine genauere Analyse dieser Veränderungen zeigt die Studie ‘Future Skills im Maschinen- und Anlagenbau’ des VDMA, die in Zusammenarbeit mit dem Kienbaum Institut@ISM an der Wirtschaftshochschule International School of Management (ISM) unter 148 Fach- und Führungskräften aus der Branche erhoben wurde.

90 Prozent im Veränderungsprozess

Die Studie zeigt, dass sich 90 Prozent der befragten Unternehmen in Veränderungsprozessen befinden. Diese sind vor allem technologischer, organisationaler oder/und prozessualer Natur. Über Veränderungen der Unternehmenskultur berichten nur 17 Prozent. Die Mehrheit der Unternehmen ist sich laut Befragung bewusst, wie wichtig Zukunftskompetenzen für den langfristigen Unternehmenserfolg sind. Knapp jedes zweite Unternehmen gibt an, derzeit an der Definition dieser Kompetenzen zu arbeiten. Jedes zehnte Unternehmen hat diese bereits in Form eines Kompetenzmodells definiert. Vier von fünf Unternehmen sehen sich – auch aufgrund des Fachkräftemangels – mit einem ‘Skill-Gap’ konfrontiert. Sie geben an, in den nächsten 5 bis 10 Jahren die benötigten Zukunftskompetenzen aufbauen zu müssen.

Wo liegen Entwicklungspotenziale

Die größten Entwicklungspotenziale sehen die Unternehmen beispielweise in interdisziplinärem Arbeiten, Agilität und Veränderungsbereitschaft. Mehr als 40 Prozent benennen Fachkräfte im Systemingenieurwesen, im technischen Produktmanagement und in der I.4.0-Servicetechnik als die drei wichtigsten Job-Profile. Um die notwendigen Kompetenzen sicherzustellen, setzen rund 80 Prozent der Unternehmen dabei auf das Recruiting neuer Fachkräfte. Weiterbildung wird als genauso wichtig eingestuft. 80 Prozent bilden ihre Fachkräfte fort. Auch Umschulung wird von 56 Prozent der Unternehmen eingesetzt.

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