Karlsruher Institut für Technologie

KIT-Forschungscluster für Industrieprojekte einsetzbar

Das Forschungscluster am KIT können Unternehmen nun Bundesweit für KI-Projekte in Anspruch nehmen. Das Angebot richten sich insbesondere an kleine und mittlere Unternehmen.

Bild: ©bnenin/stock.adobe.com

Bild: ©bnenin/stock.adobe.com

Unternehmen bundesweit, insbesondere kleine und mittlere (KMU), haben jetzt die Möglichkeit, das regionale Forschungscluster am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) für Industrieprojekte rund um beispielsweise maschinelles Lernen oder künstliche Intelligenz (KI) einzusetzen. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) finanziert einen neuen Cluster mit modernster GPU-Technologie, der über das von ihm unterstützte Smart Data Innovation Lab (SDIL) auch für Unternehmen zugänglich gemacht wird. Darüber hinaus haben die Projektpartner ihre Cloud-Angebote erweitert. „Das Angebot richtet sich insbesondere an KMU, die entweder selbst für ihre Forschung und Entwicklung leistungsfähige Hard- und Software benötigen oder die in Kooperation mit Spitzenforschern durch neue zugeschnittene Algorithmen Datenschätze heben wollen. KI-Experten vom Deutschen Forschungszentrum für künstliche Intelligenz, der Fraunhofer Gesellschaft, dem Forschungszentrum Jülich und das KIT stehen für Projekte bereit“, sagt Prof. Michael Beigl, Lab Leader des SDIL.

Niederschwellige Chance

Das Smart Data Innovation Lab bietet einen Datenreinraum, der die technischen, organisatorischen und rechtlichen Rahmenbedingungen für kollaborative Forschung und Entwicklung industrieller Datenquellen bietet. Dafür liefert das SDIL – noch bis 2022 kostenfrei innerhalb sogenannter Mikroprojekte – Infrastruktur wie High Performance Computing oder Software nebst Support, Kontaktvermittlung zu Fachexperten oder Hilfestellung bei standardisierten Vorgehensweisen für die Datenpflege.

Speziell KMU haben in diesen Bereichen oft Bedarf. „Das BMBF hat dies erkannt und fördert deshalb noch einmal den Ausbau der Infrastruktur, um insbesondere KMU eine niederschwellige Chance zu geben, von neusten und zukunftsweisenden Technologien und Forschungsergebnissen zu profitieren”, so Beigl. Seit 2014 ist das SDIL erfolgreich und hat bereits über 60 KI-Projekte auf industriellen Daten durchgeführt. Der Bedarf an skalierbar schnell verfügbarer Infrastruktur und Know-how im Bereich Maschinelles Lernen bei deutschen Unternehmen steigt stetig.

Alle Informationen zur Projektbeantragung am SDIL finden Unternehmen unter www.sdil.de/de/bewerben. Bislang wurden vier Smart Data Innovation Challenge-Projektrunden durchgeführt, aus denen bis jetzt schon 24 vom BMBF geförderte Mikroprojekte hervorgingen. Der letzte Call ist vorerst im Dezember 2021, eine Weiterführung des Angebots darüber hinaus ist geplant. Im Dezember 2021 wird außerdem eine Informationsveranstaltung rund um die Cluster-Nutzung am KIT stattfinden.

Um insbesondere die kleinen und mittleren Unternehmen bestmöglich unterstützen zu können, ist seit kurzem die Sicos BW mit in das Projekt eingebunden. Das Team unterstützt die SDIL-Partner dabei, KMU-gerechte Angebote zu launchen.

Das könnte Sie auch interessieren

Exklusiv für Abonnenten

Per Edge Analytics und Integrationssoftware können Maschinendaten für Unternehmen und deren Entscheidungsträger leichter zugänglich gemacht werden. Kann die Technologie den Maschinenherstellern dabei helfen, die versprochene Transformation hin zu IIoT und Industrie 4.0 umzusetzen? Rubble Master, ein Hersteller von mobilen Steinbrecher- und Siebanlagen, hat diese Frage auf den Prüfstand gestellt. Um Maschinendaten besser zu nutzen, wandte sich das oberösterreichische Unternehmen an den Edge-Analytics-Spezialisten Crosser.‣ weiterlesen

Anzeige

In dem vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie geförderten Forschungsprojekt InterOpera wollen Forscherinnen und Forscher zusammen mit der Industrie einheitliche Methoden zur Umsetzung der Verwaltungsschale in der Praxis erarbeiten. ‣ weiterlesen

Anzeige

Der Digital Riser Report 2021, der vom European Center for Digital Competitiveness der ESCP Business School in Berlin erstellt wurde, analysiert und bewertet die Veränderungen, die Länder bei ihrer digitalen Wettbewerbsfähigkeit in den letzten drei Jahren durchlaufen haben. Dabei legte China innerhalb der G20 am meisten zu. Deutschland, Japan und Indien sind hingegen unter den G20-Nationen zwischen 2018 und 2020 am meisten bei ihrer digitalen Wettbewerbsfähigkeit zurückgefallen.‣ weiterlesen

Anzeige

Der Security-Spezialist Trend Micro bestätigt mit einer Untersuchung, dass das Risiko für Cyberangriffe im letzten Jahr gestiegen ist. Auch für die nächsten 12 Monate gehen 83 Prozent der in Deutschland befragten Unternehmen davon aus, von Datendiebstahl betroffen zu sein. Ein Großteil der Befragten beurteilt Angriffe dabei als 'etwas' bis 'sehr' wahrscheinlich.‣ weiterlesen

Die große Mehrheit der deutschen Unternehmen sieht Industrie 4.0 als Chance. Die Hemmnisse, die dem Einsatz jedoch im Wege stehen, verändern sich in den vergangenen Jahren kaum, so eine Bitkom-Befragung.‣ weiterlesen

Exklusiv für Abonnenten

Die digitale Transformation betrifft nicht nur die technologische Ebene im Unternehmen. Auch die Kommunikation in der Arbeitswelt steht vor einem Wandel - und das nicht nur im Büro, sondern auch auf dem Shopfloor. Die Kommunikation sollte dabei nicht nur Top-Down, sondern auch Bottom-Up ermöglicht werden. Dabei helfen technische Tools, aber auch Veränderungen in der Unternehmenskultur.‣ weiterlesen