Paessler gibt Monitoring-Tipps

Das Industrial WLAN
im Blick behalten

Zur technischen Basis in Fabrikumgebungen zählen auch drahtlose Netzwerke. Neben drahtlosen Technologien wie 5G und Bluetooth ist auch das Industrial WLAN (IWLAN) ein gängiger Ansatz. Doch was ist eigentlich IWLAN, und wie kann man es monitoren? Felix Berndt, Business Development Manager for IIoT and Data Centers EMEA bei Paessler gibt Tipps.

(Bild: ©Mooam/stock.adobe.com)

Drahtlose Netzwerke in Industrieumgebungen ähneln dem WLAN in Unternehmen und im privaten Bereich. Der größte Unterschied: industrielles WLAN kommt unter extremen Bedingungen in Fabrikhallen zum Einsatz und muss daher deutlich robuster und widerstandsfähiger sein. Die Umgebungsbedingungen dürfen das Industrie-LAN nicht beeinflussen. Darüber hinaus ist ein drahtloses Netzwerk in industriellen Umgebungen oft deutlich kritischer als in anderen Unternehmen.

Neue Standards steigern zwar die Effizienz und Zuverlässigkeit der Signale, eine ständige Überwachung der Verbindungen sowie der zugrundeliegenden Infrastrukturen ist dennoch wichtig. Ist dies gewährleistet, bietet ein IWLAN neue Möglichkeiten. Beispielsweise können mobile Endgeräte eingebunden werden. Ein weiterer Vorteil ist der Einsatz verschiedener gängiger Industrieprotokolle wie Profinet, SafetyBridge, Modbus TCP/IP, über die eine Kommunikation möglich ist. Monitoring-Tools können bei der Überwachung helfen. Die folgenden Tipps sollen den Einstieg in das IWLAN-Monitoring erleichtern.

1. Drahtlose Netzwerkgeräte überwachen

Router, Access Points, Switches und andere Netzwerkgeräte sollten rund um die Uhr überwacht werden. Viele Netzwerkgeräte bieten SNMP-Funktionen und/oder eine REST-API, über die Statusinformationen abgerufen werden können. Diese Informationen dienen als Basis für Benachrichtigungen, wenn etwa die Hardware ausgefallen ist. Darüber hinaus bieten viele Hersteller mittlerweile integrierte Tools an, die die Verantwortlichen über den Status der jeweiligen Geräteverbindung informieren.

2. Geräte monitoren

Sind die verbundenen Geräte erreichbar? Bereits ein solcher Test kann Aufschluss über den Zustand des IWLAN geben. Ein Ping kann ausreichen: Antwortet ein Gerät nicht, könnte es eine Fehlfunktion haben. Auch könnte dies ein Hinweis darauf sein, dass das Netzwerk ausgefallen ist.

3. Daten zentral sammeln

Ein allgemeiner Best-Practice-Tipp für das Monitoring, der auch für die Überwachung drahtloser Netzwerke in Industrieumgebungen gilt: Es entlastet im Arbeitsalltag, wenn alle gesammelten Monitoring-Daten zentral in einem Tool verwaltet werden. Auf diese Weise haben die Verantwortlichen einen ganzheitlichen Überblick über die gesamte Infrastruktur. Paessler AG

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