Künstliche Intelligenz — 39Mrd.US$ investiert

Investitionen in künstliche Intelligenz (KI) boomen. Im vergangenen Jahr gaben Unternehmen, allen voran große Technologiekonzerne wie Google und Amazon, bis zu 27Mrd.$ für interne Forschung und Entwicklung intelligenter Roboter und selbstlernender Computer aus. Das ist ein Ergebnis der Studie ‘Artificial intelligence: the next digital frontier’, die das McKinsey Global Institute (MGI) auf dem VivaTechnology Forum in Paris vorgestellt hat.

(Bild: ©geralt/pixabay.com)

Weitere 12Mrd.US$ flossen 2016 laut der Studie extern in KI – also durch Private-Equity-Gesellschaften, Risikokapitalgeber oder im Rahmen von Fusionen und Übernahmen. In Summe waren dies rund 39Mrd.$, was eine Verdreifachung im Vergleich zu 2013 bedeutet. Der Großteil der derzeitigen externen Investitionen (rund 60 Prozent) fließen nach Angaben des MFGI in maschinelles Lernen (bis zu 7Mrd.US$) weitere wichtige Felder seien Bilderkennung (2,5Mrd. bis 3,5Mrd.US$) und Spracherkennung (600Mio. bis 900Mio.US$).. Für die Studie wurden u.a. mehr als 3.000 Entscheider auf Vorstandsebene in zehn Ländern befragt. Neben Deutschland waren dies die USA, China, Großbritannien, Frankreich, Italien, Schweden, Südkorea, Japan und Kanada.

Traditionelle Unternehmen hinken hinterher

„Wir stehen in der Entwicklung der künstlichen Intelligenz noch am Anfang – doch die großen Digitalunternehmen haben mittlerweile massiv in diese Technologien investiert“, erläutert Peter Breuer, Seniorpartner von McKinsey. „Auch traditionelle Unternehmen sollten sich jetzt auf die Anwendungsfelder konzentrieren, in denen sie mit Hilfe von künstlicher Intelligenz Kosten einsparen und neue Umsatzpotenziale erschließen können.“ Die Studie belege die bestehende Zurückhaltung vieler Unternehmen: Nur 9 Prozent der befragten Firmen gab beispielsweise an, maschinelles Lernen schon in großem Umfang einzusetzen.

12 Prozent sehen sich beim Thema KI schon über ein Experimentierstadium hinausgekommen. Die Vorreiter zeichne neben einer starken Unterstützung durch den Vorstand aus, dass sie mit KI neue Geschäftsfelder erschließen. Zurückhaltende Unternehmen versprechen sich von dieser Technologie hingegen vor allem Kosteneinsparungen. Im Branchenvergleich ist die High-Tech und Telekommunikationsindustrie beim Einsatz von KI am weitesten. Auch die Automobilindustrie mit dem Thema selbstfahrende Autos sowie die Finanzindustrie mit den Innovationen durch Fintechs belegen obere Plätze im AI-Index. mst/McKinsey & Company, Inc.

Das könnte Sie auch interessieren

Nach einer Studie des World Economic Forum sollen bis 2025 zehn Prozent des globalen Bruttoinlandsprodukts in der Blockchain gespeichert sein. Wie aber funktioniert diese Technologie und was bringt sie der Industrie? Um die Vorteile und technischen Grundlagen der Blockchain zu verstehen, sind vor allem vier Punkte wichtig.‣ weiterlesen

Drei von vier Verbrauchern haben Künstliche Intelligenz laut einer Studie der Beratungsgesellschaft Capgemini bereits genutzt und dabei meist positive Erfahrungen gemacht. Unternehmen wiederum würden die Bedeutung der KI für die Kunden unterschätzen.‣ weiterlesen

Um dem Mitarbeiter an der Maschine Hilfestellungen bei Problemen zu geben, muss der Experte des Support-Teams nicht zwingend vor Ort sein. Mit Datenbrillen können Informationen auch über größere Distanzen übertragen werden. Dem Erfolg tut das, laut einer Untersuchung der Universität Greifswald, keinen Abbruch.‣ weiterlesen

Die Mitarbeiter der Firma Kaefer sind als Dienstleister im Einsatz beim Kunden und begutachten sowie warten u.a. Maschinen in Industrieunternehmen. Unterstützt werden sie bei ihrer täglichen Arbeit von einem digitalen Maintenance-System namens Mainman.‣ weiterlesen

Die globale Fertigungsindustrie könnte laut einer Studie der Unternehmensberatung Capgemini mit der Einwicklung smarter und vernetzter Geräte bis 2020 einen Umsatz von 519 bis 685 Milliarden US-Dollar erzielen. Trotz großer Investitionen gestaltet sich der Weg dorthin jedoch als schwierig.‣ weiterlesen

Die Telekom betreibt zwei smarte Bienenstöcke auf dem Gelände ihrer Bonner Zentrale. Diese sind mit IoT-Technik ausgestattet, sammeln Daten und leiten diese an den Imker weiter.‣ weiterlesen