Deutschland und Japan – globalen Standards und IT-Sicherheit

Japan und Deutschland haben im vergangenen April eine Kooperation im Bereich Industrie 4.0 vereinbart. Zum einen auf Regierungsebene zwischen dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWI) und dem japanischen Ministry of Economy, Trade and Industry (METI). Zum anderen sind auch die Plattform Industrie 4.0 und die japanische Robot Revolution Initiative seitdem enge Kooperationspartner. Internationale Kooperation ist die Basis dafür, dass Industrie 4.0 zu einem Erfolg werden kann. Denn in der Industrie 4.0 werden Fabriken Teil von unternehmens- und länderübergreifenden Wertschöpfungsnetzwerken.

(Bild: ©BMWi/Janssen)

(Bild: ©BMWi/Janssen)

Die Plattform Industrie 4.0 (PI 4.0) und die Robot Revolution Initiative (RRI) wollen die Standardisierung und die IoT-Sicherheit gemeinsam weiter voranbringen. Sie haben zur CeBIT ein gemeinsames Positionspapier zu Industrial Cyber-Security veröffentlicht, in dem Vorschläge für die Verbesserung der internationalen Kooperation in IT-Sicherheitsfragen adressiert werden. Sie haben zudem mit dem Standardization Council Industrie 4.0 ein gemeinsames Strategiepapier für die Zusammenarbeit im Bereich internationaler Standardisierung erarbeitet. Beide Papiere sind Teil einer Vereinbarung zwischen dem BMWi sowie dem japanischen  (METI) und dem japanischen Ministerium für Inneres und Kommunikation (MIC). Die sogenannte ‘Hannover Declaration’ wurde im Rahmen der diesjährigen Cebit unterzeichnet.

Deutschland und Japan sind bei der industriellen Digitalisierung zentrale Partner. Bereits seit ihrem ersten gemeinsamen Treffen im Februar 2016 in Japan arbeiten die Plattform Industrie 4.0 und die Robot Revolution Initiative in enger Kooperation an der digitalen Transformation der Industrie. Neben der gemeinsamen Arbeit an internationalen Lösungen prägt auch das gegenseitige Lernen die Zusammenarbeit: So hat sich die japanische Initiative ein Beispiel an der von der Plattform Industrie 4.0 veröffentlichten Online-Landkarte genommen und eigene Anwendungsbeispiele veröffentlicht. Außerdem gibt es auf der Online-Landkarte der Plattform deutsch-japanische Praxisbeispiele zu entdecken, wie etwa das gemeinsame Forschungsprojekt Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz (DFKI) und des japanischen Unternehmens Hitachi.

Das könnte Sie auch interessieren

In Deutschland landen jedes Jahr rund zwölf Millionen Tonnen Lebensmittel im Abfall. Mehr als 30 Prozent davon werden bereits während des Herstellungsprozesses vernichtet. Im Projekt Reif setzt sich das Fraunhofer-Institut für Gießerei-, Composite- und Verarbeitungstechnik IGCV gemeinsam mit Partnern gegen diese Lebensmittelverschwendung ein. Mit künstlicher Intelligenz sollen die Verluste gesenkt werden. Denn auch Käse, Brötchen, Fleisch und Co. lassen sich mit datenbasierten Algorithmen effizienter herstellen, Absatz- und Produktionsplanung, Prozess- und Anlagensteuerung können mit Methoden des Maschinellen Lernens optimiert werden. ‣ weiterlesen

Anzeige

Exklusiv für Abonnenten

Von der Kommunikation mit Hologrammen bis zu ferngesteuerten Operationen – die nächste Mobilfunkgeneration 6G soll zahlreiche Hightech-Anwendungen möglich machen. An der Technischen Universität München (TUM) startet nun ein Großprojekt, das die wichtigsten Grundlagen für den neuen Standard legen will. Projektleiter Prof. Wolfgang Kellerer erklärt im Interview, wie 6G zum intelligentesten Mobilfunknetz wird, wann Deutschland eine führende Rolle einnehmen könnte und warum es in der Forschung weniger um Geschwindigkeitsrekorde, als vielmehr um eine Sicherheit von 99,999999999 Prozent geht.‣ weiterlesen

Anzeige

Exklusiv für Abonnenten

Die Deutschen bewerten Veränderungen mehrheitlich positiv. Jedoch liegt laut einer Bevölkerungsbefragung von PWC die Veränderungsbereitschaft nicht zwingend bei den Befragten selbst- ändern sollen sich die Anderen. Gewünscht werden sich mehr Veränderung von der Automobilindustrie und im Bildungswesen und 'Made in Germany' gilt nicht mehr automatisch als Gütesiegel.‣ weiterlesen

Anzeige

Die 34. Control - Internationale Fachmesse für Qualitätssicherung - findet auch in diesem Jahr nicht als Präsenzveranstaltung statt. Geplant war das Branchenhighlight für den 4. bis 7. Mai 2021.‣ weiterlesen

Im dritten Quartal hat sich die deutsche Wirtschaft von ihrem historischen Einbruch erholt, durch die neuerlichen Einschränkungen sei jedoch im vierten Quartal ein erneuter Dämpfer zu erwarten, so das BMWi.‣ weiterlesen

Die Deutschen stehen dem Einsatz von künstlicher Intelligenz im industriellen Umfeld mehrheitlich positiv gegenüber. In anderen Bereichen fällt die Zustimmung laut einer Bosch-Studie jedoch geringer aus.‣ weiterlesen