Schneller, besser, nützlicher?

5G – Mobilfunk für die Fabrik

Der Mobilfunkstandard 5G steht in den Startlöchern. Welche Szenarien sind damit möglich und wie schwer ist die Integration der Technik? Vieles ist unklar, eines aber nicht: Mit seinem für die Industrie reservierten Frequenzbereich ist 5G für fertigungsnahe Anwendungen geschaffen.

 (Bild: ©ESB Professional/Shutterstock.com)

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Viele deutsche Fertigungsunternehmen sind derzeit vollauf mit Projekten rund um Industrie 4.0 und dem Internet der Dinge beschäftigt, da steht schon der nächste technologische Wandel vor der Tür: 5G. Zuletzt wurde großflächig über die Versteigerung der bundesweiten Lizenzen für die Mobilfunkbetreiber berichtet. Für die Produktionsbranche dürfte aber der Herbst noch interessanter werden. Ab dann sollen sie lokale 5G-Lizenzen für ihre Standorte beantragen können. Der neue Standard bringt einige technische Vorteile mit sich. So vergrößert sich die mögliche Übertragungsrate von Daten im Vergleich zum aktuellen 4G-Standard um das 20-fache auf bis zu 20GB pro Sekunde. Für Fertiger sind jedoch die zehnfache Verbindungsdichte und vor allem die zehnfache Reduktion der Latenzzeit von größerer Bedeutung. Dadurch können sie in Fertigungsstraßen oder Lagerhallen jedes Objekt mit einem 5G-Tag ausstatten und in Echtzeit überwachen. So würde es möglich, die Netzwerk-Infrastruktur für umfassende IoT-Projekte zu öffnen.

Analysen in Echtzeit

Die Produktionsprozesse lassen sich somit in Zukunft funkgestützt und lückenlos quasi in Echtzeit analysieren, steuern und optimieren. Das unterstützt neue Geschäftsmodelle wie beispielsweise die Massenfertigung in Losgröße 1. Gleichzeitig könnte 5G einen Beitrag zur Vermeidung von Ausfallzeiten leisten. Die Ansätze reichen von Predictive Maintenance über automatische Steuerungssysteme bis zur Umleitung der Fertigung, wenn in einer Maschine Probleme auftreten.

Weniger Kabel

Da alles funkbasiert abläuft, erfodert 5G keine festen Kabel. Entsprechend lassen sich auch mobile Geräte in die Infrastruktur integrieren. So können etwa im Lager automatisierte Fahrzeuge Produkte aus den Regalen zum Kommissionierer bringen. Auch in Fertigungsstraßen sind mobile Transporter möglich, um Teile und Material anzuliefern oder Produkte weiterzugeben.

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