Pegasystems erklärt grundlegenden Ansatz

Vier Säulen einer KI-Strategie

Künstliche Intelligenz weckt in vielen Unternehmen Erwartungen. Damit KI-Projekte auch zum Erfolg werden, brauchen Unternehmen jedoch eine Strategie. Das Softwareunternehmen Pegasystems erklärt deren Grundpfeiler.

(@NicoElNino/stock.adobe.com)

Vor einem erfolgreichen KI-Einsatz durchlaufen Unternehmen in der Regel eine Entwicklung. Eine KI-Strategie ist Voraussetzung, diese Entwicklung zu beschleunigen. Nach Ansicht des Softwareanbieters Pegasystems, beruht eine KI-Strategie auf vier Säulen, die das C-Level-Management aufbauen, stärken und orchestrieren muss:

  • Anwendungsfälle: KI trägt erst dann zum Unternehmenserfolg bei, wenn sie im richtigen Kontext eingesetzt wird. Eine Voraussetzung dafür ist die Identifizierung strategischer Anwendungsfälle – schließlich sollen sich die KI-Aktivitäten nicht nur auf einige Pilotprojekte beschränken. Dafür sollte die Technologie fest in die Betriebsmodelle und damit verbundenen Abläufe integriert werden, insbesondere in die Produkt- und Service-Lebenszyklen. Ein kontinuierlicher Verbesserungsprozess kann helfen, stetig neue Anwendungsfälle zu identifizieren, die dann bewertet und priorisiert werden können.
  • Mitarbeiter: Die Entwicklung und der Einsatz einer verantwortungsvollen KI erfordert neue Fähigkeiten und Spezialisten. Die Aufgabe von KI-Experten ist indes nicht allein, die Technologie zu entwickeln und zu trainieren, sondern den Menschen auch zu erklären, wie sie funktioniert und wie sie sich auf den Arbeitsalltag und die Gesellschaft auswirken kann. Mitarbeiter müssen den Nutzen von KI-Systemen für ihre Tätigkeiten und den Unternehmenserfolg kennen, damit sie die neuen Tools annehmen und deren Empfehlungen vertrauen. Diese Prozesse brauchen Zeit und sollten auch von der Personalabteilung begleitet werden.
  • Daten: Für jeden Anwendungsfall müssen Unternehmen klären, ob sie über die zur Umsetzung benötigten Daten verfügen oder sich diese beschaffen lassen. Mit den wachsenden Datenmengen steigen jedoch die Anforderungen an das Datenmanagement und die Data Governance. Unternehmen brauchen einen strategischen Ansatz, um die Datenqualität zu steigern, Daten verfügbar zu halten und dort mit ausreichender Performance bereitzustellen, wo sie gebraucht werden. Dabei müssen sie Daten vor Missbrauch und Verlust schützen und regulatorische und gesetzliche Vorgaben einhalten.
  • Center of Excellence: Mit einem Center of Excellence (CoE) lassen sich KI-Initiativen in Unternehmen schneller vorantreiben. Im CoE bündeln Unternehmen ihre KI-Kompetenzen, sodass Mitarbeiter in allen Unternehmensbereichen bei KI-Projekten unterstützen können. Sie helfen bei der Identifizierung von Anwendungsfällen, der Auswahl von Tools und Plattformen, der Entwicklung und dem Training von Algorithmen, beim Betrieb der Lösungen sowie beim Projektmanagement. Experten bringen Best Practices ein, wissen, was funktioniert, und wo Stolperfallen lauern. Zugleich trägt das CoE dazu bei, KI-Talente im Unternehmen zu entdecken und weiterzuentwickeln.

Das könnte Sie auch interessieren

Ransomware-Angriffe zielen darauf ab, unternehmensrelevante Systeme und Daten zu verschlüsseln und vom betroffenen Unternehmen Lösegeld zu fordern. Auch wird damit gedroht, die Daten beispielsweise im Darknet zu veröffentlichen. Der Security-Spezialist Kudelski gibt Empfehlungen zur Vorbeugung.‣ weiterlesen

Anzeige

Immer mehr Unternehmen digitalisieren ihre Produkte und Dienstleistungen oder entwickeln neue Geschäftsmodelle. Zu diesem Ergebnis kommt der ‘Deutsche Industrie-4.0-Index 2022’ der Unternehmensberatung Staufen. Im Vergleich zum Vor-Corona-Jahr 2019 konnte der Index in der Kategorie Smart Business von 32 auf 44 Punkte zulegen. Für die Erhebung wurden mehr als 350 Führungskräfte deutscher Unternehmen befragt.‣ weiterlesen

Die Plattform Lernende Systeme gibt Unternehmen mit ihrer neuen Publikation strategische Empfehlungen und Praxisbeispiele an die Hand, die zeigen sollen, wie der nachhaltige Einsatz von KI im Unternehmen gelingen kann.‣ weiterlesen

Künstliche Intelligenz kann darauf trainiert werden, bestimmte Aufgaben auszuführen. Generative künstliche Intelligenz geht einen Schritt weiter. Sie kann aus den ihr zugrundeliegenden Datensätzen neue Inhalte - etwa Bilder oder Texte - erstellen. Milad Safar, Managing Partner bei der Weissenberg Group erklärt, für welche Anwendungsszenarien die Technologie neue Möglichkeiten eröffnet.‣ weiterlesen

Fast die Hälfte der Wirtschaft will laut einer Bitkom-Untersuchung bis 2030 klimaneutral sein – die Digitalisierung ist dafür von großer Bedeutung. Bei 77 Prozent der Befragten ist der CO2-Ausstoß durch die Digitalisierung gesunken.‣ weiterlesen

Anzeige

Laut einer Untersuchung von HP Wolf Security setzen Cyberkriminelle auf Dispute Resolution Services, Lieferantenbürgschaften und Treuhandzahlungen, um ’faire’ Geschäfte zu gewährleisten. Zudem werden die Einstiegshürden für kriminelle Hacker niedriger.‣ weiterlesen