Security

Ausgaben für IT-Sicherheit steigen

Die Ausgaben für IT-Sicherheit erreichen in diesem Jahr ein neues Rekordhoch: Der Digitalverband Bitkom rechnet mit Investitionen in Höhe von 4,6 Mrd.€.

©Eisenhans/Fotolia.de


Technologien und Lösungen zur Verbesserung der IT-Sicherheit sind gefragt wie nie: Wie der Branchenverband Bitkom mitteilt, geben deutsche Unternehmen in diesem Jahr voraussichtlich 4,6 Mrd.€ für Hardware, Software und Services im Bereich IT-Sicherheit aus – ein Allzeithoch und zehn Prozent mehr als im bisherigen Rekordjahr 2018. Für das Jahr 2020 wird ein weiteres Wachstum um 7,5 Prozent auf 4,9 Mrd.€ prognostiziert. Dies geht aus Berechnungen der Marktforscher von IDC im Auftrag des Bitkom hervor. „Unternehmen und Behörden haben die enorme Bedeutung von IT-Sicherheit erkannt und investieren“, sagte Ursula Morgenstern, Mitglied im Bitkom-Hauptvorstand, anlässlich der Eröffnung der IT-Sicherheitsmesse it-sa in Nürnberg. Das digitale Wettrüsten zwischen Cyberkriminellen, Nachrichtendiensten und Unternehmen gehe in die nächste Runde, so Morgnstern. „IT-Sicherheit ist auch langfristig ein Wachstumsmarkt.“

Mit 53 Prozent machen Dienstleistungen den mit Abstand größten Anteil am Gesamtmarkt aus. Die Ausgaben belaufen sich im Jahr 2019 auf voraussichtlich 2,4Mrd.€, was einem Plus von 10,2 Prozent entspricht. Für IT-Sicherheitssoftware geben Unternehmen in Deutschland 1,4Mrd.€ aus, das sind 9,9 Prozent mehr als im Vorjahr. 780Mio.€ entfallen auf Geräte und Hardware (plus 9,6 Prozent). „Trotz der steigenden Ausgaben haben vor allem viele kleinere Unternehmen immer noch Nachholbedarf beim Thema IT-Sicherheit“, so Morgenstern. „Neben einem robusten IT-Sicherheitsmanagement gilt es vor allem, die eigenen Mitarbeiter entsprechend zu schulen und Prozesse für den Notfall aufzusetzen.“

Das könnte Sie auch interessieren

Mangelnde Reaktionsgeschwindigkeit ist für den Mittelstand die größte Herausforderung bei Cyberangriffen. Dabei stehen laut einer Studie von Deloitte Mitarbeiter bei der Abwehr von Risiken im Brennpunkt.‣ weiterlesen

Anzeige

In einer weltweiten Studie haben TÜV Rheinland und das Marktforschungsinstitut Ponemon untersucht, wie es um die Cybersicherheit von Industrieanlagen bestellt ist. Demnach ist die Operational Technology besonders gefährdet.‣ weiterlesen

Wie der IT-Security-Anbieter Kaspersky berichtet, wurden Unternehmen weltweit über zielgerichtete Phishing-Mails angegriffen, bei denen die Angreifer das Mimikatz-Programm nutzten. Kaspersky hat diese Angriffe analysiert.‣ weiterlesen

Anzeige

Viele arbeiten derzeit von zuhause aus – vom Sachbearbeiter bis zum Geschäftsführer. Das bringt in vielen Fällen neue IT-Sicherheitsrisiken mit sich. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat bereits Alarm geschlagen.‣ weiterlesen

Anzeige

Palo Alto Networks beleuchtet den Zusammenhang von 5G und IT-Sicherheit‣ weiterlesen

Anzeige

Im ersten Halbjahr 2019 gab es neun Mal so viele Cyberattacken auf Geräte innerhalb des Internets der Dinge (IoT) wie im gleichen Zeitraum des Vorjahres. So identifizierten die Experten von Kaspersky im Rahmen einer Honeypot-Analyse weltweit 105Mio. Angriffsversuche von 276.000 verschiedenen IP-Adressen auf IoT-Geräte. 2018 wurden in den ersten sechs Monaten lediglich 12Mio. Angriffe von 69.000 IP-Adressen registriert.‣ weiterlesen