D21-Digital-Index: Digitalisierung nimmt zu

Im Rahmen des Fachkongresses ‘Digitale Gesellschaft’ sind im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) die Ergebnisse des D21-Digital-Index 2017/18 vorgestellt worden. Demnach kommt die Digitalisierung in der Gesellschaft voran — vor allem die mobile Internetnutzung nimmt zu.

Laut dem aktuellen Index nutzen mittlerweile vier von fünf Bürgern das Internet. Der Digitalisierungsgrad der Gesellschaft ist um zwei Punkte auf 53 von 100 Punkten gestiegen. Das Smartphone gehört für 70 Prozent bereits zum Alltag.

“Chancen für Unternehmen”

„Es ist ein gutes Zeichen für die Zukunftsfähigkeit Deutschlands, dass die Bürgerinnen und Bürger das Internet immer vielfältiger nutzen und gegenüber digitalen Anwendungen mehrheitlich aufgeschlossen sind. Die Digitalisierung erleichtert unseren Alltag und birgt Chancen für Unternehmen. Gleichzeitig erfordern innovative und komplexe digitale Technologien aber auch zunehmend neue Fähigkeiten des Einzelnen – sei es in der Wirtschafts- und Arbeitswelt oder im Privatleben. Um das volle Potenzial der Digitalisierung auszuschöpfen, müssen wir daher mehr in die Vermittlung digitaler Kompetenzen investieren – das ist eine zentrale Aufgabe für Politik und Wirtschaft in den kommenden Jahren“, sagt Staatssekretär Matthias Machnig.

Entwicklung intelligenter Geräte

Erstmals hat der Index auch die Entwicklung intelligenter Geräte und künstlicher Intelligenz in den Blick genommen — darunter fallen Geräte wie etwa Sprachassistenten oder intelligente Stromzähler. Ihre Nutzung liegt zwar noch auf einem relativ niedrigen Niveau, insgesamt zeige sich die Gesellschaft der Digitalisierung gegenüber aber aufgeschlossener und kompetenter. Mit Standardanwendungen kann ein Großteil von ihr umgehen. Verbesserungspotenzial gibt es hingegen bei komplexeren Fähigkeiten: So verfügen nur 13 Prozent der Bevölkerung über Programmierkenntnisse. Vor allem auf schulischer und beruflicher Ebene müssen deshalb digitale Fähigkeiten systematisch vermittelt werden.

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