Start-ups leiden unter Fachkräftemangel

Ein Start-up gründen ist eine Sache, aber wenn die Geschäfte laufen und das junge Unternehmen wächst, stellt sich rasch die Frage nach geeigneten Mitarbeitern. Doch wo sind diese zu finden?

(Bild: ©StartupStockPhotos/pixabay.com)

Deutsche Start-ups sind vom Fachkräftemangel betroffen: Mehr als jedes zweite Start-up (53 Prozent) gibt an, dass bereits mindestens einmal eine Position nicht besetzt werden konnte, weil sich kein qualifizierter Bewerber gefunden hat. Das ist das Ergebnis einer Umfrage im Auftrag von Bitkom unter mehr als 250 Start-up-Gründern. Demnach sind vor allem IT-Jobs schwer zu besetzen.

IT-Fachkräfte besonders schwer zu finden

Rund zwei Drittel der Gründer (65 Prozent) geben an, dass es besonders schwer sei, qualifizierte IT-Experten einzustellen. 17 Prozent haben Probleme, Vertriebsmitarbeiter zu finden, zehn Prozent sehen Probleme im Bereich Marketing und Kommunikation. Nur rund jedes zwanzigste Unternehmen sieht die größten Probleme bei der Besetzung von Management- und Geschäftsführungs-Positionen (fünf Prozent) bzw. im Projektmanagement (vier Prozent). „Wir sehen seit Jahren in der deutschen Wirtschaft einen gravierenden Fachkräftemangel, vor allem mit Blick auf IT-Experten. Start-ups konkurrieren an dieser Stelle mittlerweile nicht nur mit großen IT-Konzernen, sondern mit etablierten Unternehmen aus nahezu allen anderen Branchen, die gerade mit Blick auf das Fix-Gehalt häufig mehr bieten können als ein frisch gegründetes Start-up“, sagt Bitkom-Präsident Achim Berg. Umso wichtiger sei es, ein attraktives Paket für Bewerber zu schnüren und auch international nach Kandidaten zu suchen, um nicht in der Wachstumsphase durch Personalmangel ausgebremst zu werden. mst/Bitkom e.V.

Das könnte Sie auch interessieren

In unserem zunehmend volatilen Umfeld ist es nötiger denn je, Mitarbeitern gezielt Orientierung und Motivation zu verschaffen, damit sie sich gemeinsam mit der neuen Arbeitswelt weiterentwickeln und die Veränderungen aktiv mitgestalten können. Essenziell dafür ist ein klares Bild davon, welche Bedeutung die eigene Arbeit hat. Was bringt sie mir? Was bringt sie anderen? Denn Menschen, egal ob Führungskräfte oder Mitarbeiter, werden eher dann die sprichwörtliche Extra-Meile gehen und sich neue Kompetenzen aneignen, wenn sie um den Sinn und damit die Bedeutsamkeit ihrer eigenen Arbeit wissen.‣ weiterlesen

Laut einer Studie der International Data Corporation (IDC) setzt rund ein Drittel der mehr als 200 befragten Führungskräfte deutscher Industrieunternehmen bereits auf ein digitales Geschäftsmodell - jedoch halten 70 Prozent ein solches für entscheidend für ihren zukünftigen Erfolg. Die Erhebung wurde von Dassault Systèmes in Auftrag gegeben.‣ weiterlesen

In drei von vier Unternehmen entscheidet die Geschäftsführung über den Einsatz von künstlicher Intelligenz (KI). Dabei sind Qualitätssicherung und Produktion branchenübergreifend die häufigsten Einsatzbereiche für die Technologie.‣ weiterlesen

Die Digitalisierung ist einer der größten Umbrüche für Wirtschaft und Gesellschaft. Eine repräsentative Umfrage des Marktforschers Civey im Auftrag von Cisco zeigt, wie weit die Digitalisierung den Alltag der Menschen heute schon durchdringt. Sie beleuchtet Hoffnungen, aber auch Sorgen - und sie zeigt klar auf, wo in Deutschland der größte Aufholbedarf besteht.‣ weiterlesen

Fernwartungssoftware birgt Gefahrenpotenzial für industrielle Netzwerke. Laut einer Untersuchung von Kaspersky Lab sind beispielsweise RATs (Remote Access Trojans) weltweit auf 31,6 Prozent der Rechner industrieller Kontrollsysteme installiert. Ist diese im eigenen Netzwerk aktiv, wird der von den Sicherheitsteams oft erst bemerkt, wenn Cyberkriminelle diese missbrauchen.‣ weiterlesen

Der Markt für Industrieroboter boomt weiterhin. Wie der Welt-Roboterverband IFR mitteilt, hat sich der Absatz in nur fünf Jahren verdoppelt. Größter Markt ist nach wie vor China, Deutschland belegt dabei den fünften Platz.‣ weiterlesen