Education-Startups mischen den Weiterbildungsmarkt auf

Bildungs-Index verfehlt das Ziel

Auf seiner Skala von 0 bis 100 Punkten erreicht der Hochschul-Bildungs-Index 2017 lediglich 46 Punkte. Das ist im Jahresvergleich ein Plus von fünf Punkten. Das Ziel von 70 Punkten, das für sechs Handlungsfelder für das Jahr 2017 gesetzt wurde, wurde allerdings verfehlt. Nur ein Handlungsfeld hat diese Zahl erreicht: die internationale Bildung mit 75 Punkten. Mit 47 bzw. 40 Punkten liegen die Indikatoren für ein chancengerechtes und durchlässiges Bildungssystem im Mittelfeld. Der Bereich der MINT-Bildung konnte mit einem Plus von sechs Punkten zwar etwas überdurchschnittlich zulegen, bleibt mit 41 Punkten aber ebenfalls weit hinter der Zielsetzung von 70 Punkten zurück.

Schlusslichter bilden die Handlungsfelder Lehrer-Bildung (30 Punkte) und Weiterbildung/Quartäre Bildung (31 Punkte). Im Bereich Lehrer-Bildung lag der Anteil der Studienanfänger in den MINT-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) im Jahr 2017 bei 26,8 Prozent und somit unter dem Basiswert von 29 Prozent in 2010. Der geringe Anteil der Informatikstudierenden an allen Lehramtsanfängern ist rückläufig. Zudem stagnieren weitere zentrale Indikatoren: Das Grundschullehramt bleibt weiblich, das Lehramt insgesamt ist wenig divers. Im Bereich Weiterbildung hat sich fast kein Indikator bewegt. Der Anteil der Studierenden im Teilzeit-, Fern- oder Weiterbildungsstudium verharrt auf niedrigem Niveau. Der Anteil der berufsbegleitenden Masterstudiengänge hat sich seit 2013 fast verdoppelt. Dagegen ist der Anteil an weiterbildenden Masterstudiengängen rückläufig. Diese Entwicklung ist unzureichend, zumal die Nachfrage von Arbeitnehmern nach akademischen Weiterbildungsmöglichkeiten und nach Möglichkeiten, berufsbegleitend zu studieren, in den nächsten Jahren stark zunehmen wird.

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