Mehrheit setzt auf externe Dienstleister

Individualsoftware als Schlüssel zum Erfolg

Der Innovationsdruck auf Unternehmen hat sich nicht zuletzt durch die Pandemie verstärkt und erfordert ein Umdenken bei der Gestaltung der IT und der eingesetzten Softwarelösungen. Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, sehen 74 Prozent der IT-Verantwortlichen vor allem den Einsatz von Individualsoftware als erfolgstreibenden Faktor, so das Ergebnis einer Studie von Techconsult.

(Bild: ©REDPIXEL/stock.adobe.com)

Das Research- und Analystenhaus Techconsult hat im Auftrag von Dr. Eckhardt + Partner untersucht, wie deutsche Unternehmen aktuell beim Einsatz von individuellen Softwarelösungen aufgestellt sind und wie derartige Lösungen als Treiber neuartiger und innovativer Technologien eingesetzt werden. Insgesamt wurden für die Studie insgesamt 201 IT- und Softwareentscheider aus deutschen Unternehmen zum Einsatz und zu den Vorteilen von individuellen Softwarelösungen befragt.

Individuell statt Branchenlösung

Durch die zunehmende Digitalisierung werden immer mehr Prozesse und Geschäftsmodelle digital umgesetzt und Anwendungen rücken in den Mittelpunkt der unternehmerischen Produktivität. Zudem nimmt nicht nur die Komplexität der zu optimierenden Prozesse zu, sondern auch die Ansprüche der IT-Verantwortlichen. So entscheiden sich 53 Prozent der Befragten für die Entwicklung einer Individualsoftware, da standardisierte Branchenlösungen notwendige Funktionalitäten nicht oder nur teilweise abbilden (43 Prozent), unzureichend skalierbar sind (36 Prozent) und somit den Anforderungen nicht gerecht werden.

Hier können insbesondere auf die individuellen Workflows zugeschnittene Lösungen zur Optimierung der Unternehmensprozesse führen. Dabei schauen 40 Prozent der IT-Verantwortlichen mehr auf die Qualität und Passgenauigkeit der Software als auf die möglichen Kosten.

Strategische Überlegungen

Immer mehr Unternehmen erkennen, dass der Einsatz passgenauer Softwarelösungen den Unternehmenserfolg maßgeblich beeinflussen und fördern kann. Dabei spielen insbesondere strategische Überlegungen eine große Rolle bei der Softwarebeschaffung, so die Studie. Für 77 Prozent der befragten IT-Verantwortlichen dient der Einsatz von Individualsoftware als Instrument zur Erlangung von Wettbewerbsvorteilen gegenüber der Konkurrenz. Nur durch einzigartige Produkte, Leistungen oder Prozesse können sich Unternehmen am Markt behaupten und von Innovationsvorsprüngen durch Differenzierung profitieren (71 Prozent).

Zudem werden individuell erstellte Softwarelösungen auch als Treiber neuartiger Ideen und Innovationen gesehen. So finden 73 Prozent der befragten IT-Entscheider, dass neue digitale Geschäftsmodelle- oder Services besser und schneller durch Individualsoftware umgesetzt werden können. Und das scheint gut zu funktionieren: 74 Prozent der IT-Verantwortlichen geben an, dass sie mit reinen Standardlösungen nicht so erfolgreich wären, wie sie es heute sind.

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