MINT-Lücke: 237.500 fehlende Arbeitskräfte

Den Unternehmen haben im April 237.500 Arbeitskräfte im MINT-Bereich (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) gefehlt. Dies sei der höchste Stand seit Beginn der Erhebung im Jahr 2011. Das geht aus dem aktuellen MINT-Report des Instituts der deutschen Wirtschaft hervor.

Anstieg um 39 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat

(uvqs/pixabay.com)

Im Vergleich zum Vorjahresmonat ist die MINT-Lücke demnach um 38,6 Prozent angestiegen. Auch die Zahl der offenen MINT-Stellen hat mit 430.400 ein Allzeithoch erreicht. Fast 40 Prozent aller fehlenden akademischen MINT-Arbeitskräfte werden inzwischen für den IT-Bereich gesucht. Darüber hinaus sei der Anteil der MINT-Akademiker unter den Hochschulabsolventen von 31,3 Prozent im Jahr 2005 auf 35,1 Prozent in 2015 gestiegen. gleichzeitig ging die Quote der 30- bis 34-Jährigen mit einer MINT-Berufsausbildung als höchstem Abschluss von 22,3 Prozent auf 18,8 Prozent zurück. Der MINT-Report wird zweimal jährlich vom Institut der deutschen Wirtschaft Köln erstellt. Die Studie entsteht im Auftrag der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände, des Bundesverbands der Deutschen Industrie, des Arbeitgeberverbands Gesamtmetall und der Initiative ‚MINT Zukunft schaffen‘.

 

MINT-Lücke: 237.500 fehlende Arbeitskräfte
(uvqs/pixabay.com)


Das könnte Sie auch interessieren

Die Industrie in Deutschland investiert intensiv in den Umbau ihrer starren Organisationen. Jedes dritte Unternehmen im verarbeitenden Gewerbe und der Automobilbranche arbeitet derzeit am Abbau klassischer Hierarchien, um mehr Entscheidungen in kürzerer Zeit zu treffen. In jedem zweiten gibt es agile Projektteams, die immer wieder neu zusammengestellt werden. 96 Prozent der Manager ermutigen zudem verstärkt Mitarbeiter, ohne Rückversicherung beim Chef zu entscheiden. Eine Totalabkehr von bewährten Tugenden zugunsten einer Start-up-Kultur ist allerdings nicht erkennbar. Das sind die Ergebnisse der Studie „Potenzialanalyse agil entscheiden“ von Sopra Steria Consulting und dem F.A.Z.-Institut.‣ weiterlesen

Dort wo Mensch und Roboter Hand in Hand zusammenarbeiten spielt immer auch das Thema Sicherheit eine Rolle. Der TÜV Rheinland zeigt, dass eine Beurteilung dieses Themas schon bei einfachen Dingen, wie der Unterweisung der Mitarbeiter, beginnt.‣ weiterlesen

Nicht nur für große und mittlere Unternehmen stellt die Umsetzung der EU-Datenschutzgrundverordnung eine Herausforderung dar, auch viele Start-ups sehen sich vor Probleme gestellt. Das geht aus einer Umfrage des Digitalverbandes Bitkom hervor.‣ weiterlesen

Laut einer Studie der Unternehmensberatung Ernst&Young will der deutsche Mittelstand die Produktion mithilfe digitaler Technologien in den nächsten Jahre weiter ausbauen. Rund ein Drittel des derzeitigen Umsatzes werde bereits mit Industrie 4.0-Technologien erwirtschaftet.‣ weiterlesen

Für die Industrie ist die kommende Mobilfunkgeneration 5G von großer Bedeutung. Die am 3. April 2018 im ZVEI gegründete Arbeitsgemeinschaft '5G Alliance for Connected Industries and Automation' (5G-ACIA) hat sich daher zum Ziel gesetzt, 5G erfolgreich in der industriellen Produktion zu etablieren und von vornherein industriefähig zu gestalten‣ weiterlesen

Nur noch jedes sechste Großunternehmen in Deutschland befürchtet einen Verlust an Arbeitsplätzen durch die Digitalisierung. Fast zwei Drittel der Unternehmen halten ihre Mitarbeiter aber für nicht ausreichend qualifiziert für die digitale Transformation.‣ weiterlesen