Cybersicherheit

Telekom verzeichnet im April 31 Millionen Angriffe pro Tag

Die Telekom hat aktuelle Zahlen zur Cybersicherheit vorgelegt: Demnach verzeichnete der Konzern Anfang April 46 Millionen tägliche Angriffe auf seine Honeypots.
Die Telekom will auf die wachsende Gefahren durch Hacker aufmerksam machen und hat daher aktuelle Zahlen zur Cybersicherheit vorgelegt. Demnach verzeichnete der Konzern Anfang April 46 Millionen tägliche Angriffe auf seine Honeypots. Wie die Telekom weiter mitteilt, sei dies ein neuer Spitzenwert. Im Durchschnitt gab es im April 31 Millionen Angriffe pro Tag — im Vorjahreszeitraum seien es noch durchschnittlich noch 12 Millionen gewesen, heißt es in einer Pressemitteilung, der Aprilwert aus dem Jahr 2017 lag bei 4 Millionen. Die Angriffszahlen steigen demnach exponentiell. Honeypots sind digitale Fallen im Internet, mit denen Angreifer absichtlich angelockt werden sollen. Etwa 3.000 dieser Fallen hatte die Telekom im April ausgelegt. Angriffszahlen auf die Köder der Telekommunikationsunternehmen gelten in der Branche als Haltepunkt für Cybersicherheit.

Angriffe auf die Netzsicherheit

51% der Attacken auf die Honeypots zielten auf die Netzsicherheit ab. Laut Telekom konzentrierten sich Hacker dabei auf Schnittstellen für die Fernwartung von Computern. In 26% der Fälle ging es den Angreifern um die Kontrolle über einen fremden Rechner. Etwa 7% der Attacken zielten auf Passwörter ab und 5% der Angriffe galten Internetseiten. Dabei beobachtet die Telekom Security täglich drei bis acht unbekannte Angriffstaktiken.

5,3 Billionen Datenpakete durch Botnetze abgefeuert

Heftiger werden auch die Angriffe auf Fest- und Mobilfunknetz des Konzerns. So wurden laut Telekom-Angaben im April 5,3 Billionen Datenpakete durch Botnetze auf die Telekom abgefeuert — Im Vorjahr waren es noch 330 Milliarden. Botnetze bestehen aus einer großen Zahl gekaperter Computer oder Smartphones. Fremdgesteuert senden diese gemeinsam Datenpakete auf ein Ziel. Verträgt das Ziel den Ansturm der Daten nicht, bricht es zusammen. Mittels Sensoren fand die Telekom heraus, dass Botnetze Internetsurfer von Unternehmen ausnutzen. Sie greifen dort an, wo Firmen zwangsläufig Datenwege freihalten und wo keine Firewalls schützen. Des Weiteren hatten 110.000 Telekom-Kunden Sorgen aufgrund gestohlener Passwörter.

Druck für die Cyberabwehr

Neben exponentiell steigenden Zahlen registriert die Telekom Security grundsätzliche Trends bei Cyberattacken und weißt darauf hin, dass seit Jahren eine Hacker-Industrie entsteht. Gruppen spezialisieren sich auf bestimmte Angriffstypen und bieten diese an. Ein Kunde kann sich die Services verschiedener Gruppen dann je nach Bedarf und Ziel zusammenstellen. Die meisten Hacker-Gruppen kommen dabei laut Telekom aus China und Russland.

Mehr Angriffe mit künstlicher Intelligenz

Auch der Anteil von Attacken mit künstlicher Intelligenz steigt. Angriffe seien daher heute viel schneller erfolgreich, so die Telekom. Dies setze die Cyberabwehr unter Druck, die immer mehr mit Gegenmaßnahmen in Echtzeit kontert.

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