Wird künstliche Intelligenz unersätzlich?

Der Arbeitsplatz der Zukunft

Künstliche Intelligenz (KI) könnte größere volkswirtschaftliche Auswirkungen haben, als die Erfindung der Dampfmaschine. Dabei ist die Einstellung gegenüber KI hierzulande zwiegespalten. Auf der einen Seite wird sie oft als spannende Technologie empfunden, auf der anderen Seite aber auch als schwer einschätzbares Risiko. Nicht nur Zuhause im Bereich Smart Home hält die künstliche Intelligenz bereits Einzug in den Alltag, sondern auch unser Arbeitsplatz wird revolutioniert und verspricht dank neuer Technologien mehr Nutzerfreundlichkeit und Effizienz.

Two cheerful business people giving high-five while their colleagues looking at them and smiling. Business team enjoying success at office (Bild: Barco GmbH)

(Bild:©Jacob Lund/Fotolia.com)

Im Meetingraum verbringen wir meist über 20 Stunden pro Woche mit dem Ziel, Meetings für alle Beteiligten effizient und ohne technische Probleme zu gestalten. Bereits heute verwenden einige Unternehmen schon sprachaktivierte Steuerungen, um die Konferenztechnik zu verwalten. So kann man Präsentationen nicht nur starten, sondern auch durch einen Vortrag navigieren. Doch Machine-Learning birgt noch viel mehr Potenzial für unsere Meetings. Bald schon werden Gesichtserkennungstechnologien die Anwesenheit und das Verhalten der Mitarbeiter im Besprechungsraum erkennen und darauf reagieren. Durch die Verbindung mit Bildschirmen, Computerterminals, Temperaturreglern und Beleuchtungen wird beispielsweise das Licht ein- oder ausgeschaltet und die Temperatur angepasst, wenn Personen den Raum betreten oder verlassen. Durch eine Konfiguration von Computer-Terminals und Bildschirmfreigaben, wird der Besprechungsraum automatisch eingerichtet. Nicht nur die Arbeit der Büroleiter wird dadurch vereinfacht, sondern auch der Gastgeber des Meetings wird entlastet, da sie sich nicht um administrative Aufgaben kümmern müssen. Künstliche Intelligenz bietet aber auch neue Möglichkeiten, in Kundengesprächen zu überzeugen. Nicht nur ein professionelles Umfeld, sondern auch Überraschungseffekte, wie etwa das Einblenden von Logos und Graphiken im Kundenbranding bei Betreten des Raumes, können für den entscheidenden Aha-Effekt sorgen.

Virtuelle Meetingteilnehmer

KI kann den Stress, der durch zeitaufwendige organisatorische und administrative Tätigkeiten verursacht wird, verringern. Schon bevor das Meeting startet, kann KI Terminkalender synchronisieren und live anpassen, etwa indem aktuelle Verkehrsdaten abgeglichen und rechtzeitig kommuniziert werden. Auch kann der virtuelle Assistent beispielsweise Teilnehmern Schlüsselaufgaben zuweisen, Folgeerinnerungen senden oder Kalendereinladungen freigeben. Die gewonnene Zeit kann folglich für kreative Aspekte der Arbeit genutzt werden. Virtuelle Assistenten sind mit Mikrofonen ausgestattet, die alles, was in einem Meeting besprochen wird, in Echtzeit aufnehmen und transkribieren. Die intelligente Sprachtechnologie funktioniert in jeder Sprache und bietet Untertitel, die eigene Übersetzungsgeräte überflüssig machen. Internationale Meetings werden damit nicht mehr durch Übersetzungen verlangsamt und Meetings mit ausländischen Kunden oder Kollegen können ohne Sprachbarrieren in Echtzeit abgehalten werden.

Selbstlernende Meetings

Durch künstliche Intelligenz werden Meetings selbstlernend, indem KI beispielsweise die Dokumentation und Nachbereitung eines Meetings übernimmt. Die Spracherkennung folgt dem Gespräch, erfasst zentrale Punkte und versendet abschließend ein Protokoll an alle Teilnehmer. Aber auch die Ideenfindung wird durch KI unterstützt. Brainstorming am interaktiven Whiteboard, Screen-Sharing bei Videokonferenzen oder Voice-Tracking von hitzigen Diskussionen werden digitalisiert und können automatisch versendet werden. Damit geht keine gute Idee verloren und der Fokus liegt voll auf der Entfaltung der Kreativität. Im Nachhinein können auch die Büroeinrichtungsleiter von künstlicher Intelligenz profitieren. Durch Einblicke und Analysen der Konferenzen durch KI-Technologie, gewinnen sie ein besseres Verständnis wie die Technologie von ihren Mitarbeitern genutzt wird. Technische Probleme können effektiver behandelt oder sogar ganz abgeschafft werden. Auch können beispielsweise Kosten für die Instandhaltung und der Energieverbrauch reduziert werden, indem Licht und Klimaanlagen automatisch ausgeschalten werden, sobald der Besprechungsraum verlassen wird. Essenziell bei der Nutzung von KI-Technologie ist dabei eine intuitive Nutzung. Die Zero-Learning-Technologie setzt auf Steuerung ohne jegliche Vorkenntnisse. Damit fallen nicht nur Mitarbeiterschulungen und separate Installationen weg, sondern auch die Frustration von Mitarbeitern bei technischen Problemen. Durch das Minimieren von Störungen im Zusammenhang mit der Meetingroom-Technologie, steigt damit das Engagement der Mitarbeiter.

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