Die Kunst des Führens

Im Zuge der Digitalisierung der Arbeitswelt haben die Managementberatung Kienbaum und die Online-Jobplattform Stepstone den Veränderungsgrad von Führung untersucht. Für die Studie wurde im ersten Quartal 2018 eine Online-Befragung durchgeführt, an der rund 13.500 Fach- und Führungskräfte teilgenommen haben.

 (Bild: StepStone Deutschland GmbH)

(Bild: StepStone Deutschland GmbH)

Digitale Technologien entwickeln sich rasant weiter und verlangen den Fachkräften in ihrem Arbeitsalltag einiges ab. Vor diesem Hintergrund wird der Führungsstil wichtiger denn je. Aber wie sieht richtige Führung im Zuge der Digitalisierung aus? Deutschlands Fachkräfte haben klare Vorstellungen davon, wie sie geführt werden möchten. 94 Prozent bevorzugen eine Führungskraft, die als Vorbild dient, eine Vision vermittelt und ihre Mitarbeiter motiviert – auch transformationaler Führungsstil genannt. Ebenso erwünscht sind Vorgesetzte, die konkrete Ziele formulieren und konstruktive Rückmeldungen geben (strategische Führung, 88 Prozent) sowie wertorientiert handeln und Selbstständigkeit fördern (ethische Führung, 84 Prozent). Die Studie zeigt: Treffen transformationale und strategische Führung auf digitale Führungskompetenz, steigen Innovationsleistung und Work Engagement der Mitarbeiter.

Schlechtes Zeugnis für Chefs

Allerdings stellt die Mehrheit aller Fachkräfte ihrem Chef ein eher schlechtes Zeugnis aus. Nur 29 Prozent sehen in ihrem Vorgesetzten eine strategische Führungskraft. Noch weniger geben an, transformational geführt zu werden. Der Aussage, ihr Chef führe ethisch, stimmt nicht mal jede zehnte Fachkraft zu. Stattdessen gibt mehr als die Hälfte aller Befragten an, von einem direktiven Vorgesetzten geführt zu werden. Die Digitalisierung und die sich wandelnden Märkte zwingen Unternehmen dazu, ihre Strukturen neu zu denken. Hierbei sind es vor allem Führungskräfte, die sich neu aufstellen müssen.

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