Schadenskontrolle durch ein digitales Auge

Stürme wie Kyrill oder Burglind können große Schäden verursachen. Dabei ist das 33.000 Kilometer lange Streckennetz der Deutschen Bahn besonders gefährdet, vor allem umgestürzte Bäume bergen ein hohes Risiko. Um die Kontrollmöglichkeiten an den Strecken zu vereinfachen soll eine Technologie zur 3D-Rekonstruktion und -analyse des Streckennetzes entwickelt werden. Für das Forschungsprojekt ‚Zustandsüberwachung des Gleisumfeldes‘ (ZuG) stellt das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur 2,5Mio.€ zur Verfügung.

 (Bild: Fraunhofer-Institut IAIS)

(Bild: Fraunhofer-Institut IAIS)

Initiiert wurde ‚ZuG‘ von einem Konsortium bestehend aus dem Eisenbahn-Bundesamt (EBA), dem Fraunhofer-Institut für Intelligente Analyse- und Informationssysteme IAIS, der Professur für Schienenfahrzeugtechnik an der Universität Stuttgart, der ASCI-Systemhaus GmbH und der DB RegioNetz Verkehrs GmbH.

Kontrolle durch Lockführer

„Ziel ist eine verbesserte Nachprüfbarkeit und Verlässlichkeit der Streckeninstandhaltung“, erklärt Projektleiter Markus Reinhardt vom EBA. Mit dem Projekt sollen Technologien entwickelt werden, die das Bahnpersonal entlasten: Denn zurzeit übernimmt der Lokführer beim Fahren noch alleine die Kontrolle der Strecke, indem er die Infrastruktur rund um die Gleise beobachtet und Auffälligkeiten an eine koordinierende Stelle weiterleitet. Ziel von ZuG ist es, künftig auch die Funktion der Streckenbeobachtung zu automatisieren.

Abgleich der Daten

Im Rahmen des Projekts liefern auf ein Triebfahrzeug montierte Stereokameras Bilder, die in regelmäßigen Intervallen in 3D-Modelle der Strecke umgewandelt werden. Der Abgleich mit den Daten des Vortages erlaubt es, Veränderungen zu detektieren, von denen eine Gefahr ausgeht. Der Vergleich mit Vorjahreswerten zeigt längerfristige, aber stetige Veränderungen an.

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