Nutzerschnittstelle zum Yuanda Robot

Roboterprogrammierung
leicht gemacht – aber wie?

Die kollaborative Robotik gilt als Musterbeispiel für die Zusammenarbeit von Menschen und Maschinen. Um die Hürden für den Einstieg in diese Technologie zu senken, hat der noch junge Cobot-Hersteller Yuanda Robotics zusammen mit Attoma Berlin ein HMI entwickelt, das stringent auf leichte Benutzung ausgelegt ist, ohne an Funktionalität einzubüßen.

 (Bild: Juanda Robotics GmbH)

(Bild: Juanda Robotics GmbH)


Der Einsatz von Robotern macht es möglich, den Menschen von vielen unergonomischen Arbeiten zu befreien. Doch bringt ein (teil)automatisiertes Arbeitsumfeld auch neue Anforderungen mit sich. Dazu gehören eine zunehmende Aufgabenvielfalt, und eine höhere Entscheidungsverantwortung des Einzelnen etwa bei der Steuerung KI-gesteuerter und selbstlernender Systeme. Hier besteht die Herausforderung darin, Daten in einer Form auszuwerten und zu visualisieren, dass sie dem Menschen zu einer informierten, autonomen Entscheidungsfindung verhelfen. Anwendungen müssen intuitiv und ohne langes Anlernen nutzbar sein. Am Beispiel der Entwicklung eines HMIs für die Programmierung und Nutzung von Robotern lässt sich nachzeichnen, was Design leisten kann.
BU (Bild: attoma Berlin GmbH)

BU (Bild: attoma Berlin GmbH)

Der kollaborative Roboter

Im Projekt geht es um den kollaborativen Roboter des 2016 gegründeten Herstellers Yuanda Robotics. Der Cobot wurde mit seinen sechs Achsen und sieben Kilogramm Traglast auf der diesjährigen Hannover Messe vorgestellt. Er zeichnet sich aus durch seine feinfühlige Interaktion, die kontrollierte und selbständige Handhabung von Objekten und seinen Kollisionsschutz, der einen Schutzkäfig überflüssig macht. Über eine integrierte Kamera, verbunden mit der entsprechenden Bildauswertungssoftware, kann er selbständig Objekte klassifizieren, Qualität kontrollieren und sich mittels Tag-Lokalisierung im Raum orientieren und positionieren. Die Stärke des Roboters liegt aber in den Interaktionsmöglichkeiten.

Nicht nur für große Firmen

Viele KMU dürfte der Aufwand abschrecken, der mit der Implementierung, Programmierung und Umrüstung kollaborativer Robotiklösungen einher geht. Diesen Vorbehalten will Yuanda Robotics mit einer überzeugenden Usability und User Experience begegnen. Dazu Geschäftsführer Jens Kotarski: “Der Verheißung der wirklichen Plug&Play-Integration kann man nur gerecht werden, wenn man auch alle Nutzerschnittstellen durchdenkt – und das aus der Perspektive der Nutzer. Deshalb haben wir viel Energie in die Entwicklung eines intuitiv bedienbaren HMIs gesteckt.” Yuanda Robotics entschied sich für die Zusammenarbeit mit der Firma Attoma Berlin, die auf HMI-Lösungen im Bereich der Produktion spezialisiert ist. Kai Gehrmann, Managing Partner bei der Firma: “Das Potential einfach nutzbarer Anwendungen mit flachen Lernkurven – sogenannten Low Floors – im Bereich der Smart Factory ist riesig. Design bietet zahlreiche Ansätze, um dieses Potential voll zu erschließen und den Arbeitsplatz der Zukunft positiv mitzugestalten.”

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