Deutsche wünschen sich stärkere Teilhabe am digitalen Leben

(Bild: Bitkom e.V.)

Für 90 Prozent der Bevölkerung sind digitale Technologien nicht mehr wegzudenken. Das ist ein Ergebnis einer Studie im Auftrag der Initiative ‘Digital für alle’. Befragt wurden mehr als 1.000 Personen in Deutschland ab 16 Jahren. Gleichzeitig sieht eine Mehrheit (65 Prozent) das Land digital gespalten und befürchtet, dass nicht alle Menschen in gleichem Maße vom technologischen Fortschritt profitieren. Deutlich wird das u.a. daran, dass mehr als die Hälfte der Befragten (53 Prozent) gerne stärker am digitalen Leben teilnehmen würde, sich aber zu wenig mit den entsprechenden Technologien auskennt. Ein Viertel (24 Prozent) traut sich oft nicht, Geräte wie Smartphone oder Computer zu nutzen – aus Angst, etwas falsch zu machen. Wichtig sind den Befragten in der Studie deshalb Maßnahmen, mit denen alle Zugang zur digitalen Welt erhalten und sich darin zurechtfinden. Dazu zählen laut Studie vor allem die bessere Verfügbarkeit von Breitband-Internet (81 Prozent) und die Förderung von Medien- und Informationskompetenz in allen Altersgruppen (74 Prozent). Für 80 Prozent machen digitale technologien das Leben somit leichter und ermöglichen einen umfassenden Zugang zu relevanten Informationen (69 Prozent). Dennoch sind 87 Prozent der Befragten auch der Meinung, nicht alle Lebensbereiche müssten digitalisiert werden. Zudem fürchten 70 Prozent, der Staat würde mittels digitaler Technologien Wissen über sie erlangen. Mehr als die Hälfte (55 Prozent) hat zudem Angst, dass Fremde Einblick in ihr Privatleben bekommen könnten.

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